Motivation

Was bringt es zu wissen, was man noch alles erledigen muss, wenn man sich nicht dazu aufraffen kann, es zu erledigen?

Lisa Koscielniak

In letzter Zeit kommen häufiger Themen wie selbstständiges Arbeit oder Zeitmanagement auf den Tisch. Ich habe mit verschiedenen Leuten gesprochen und habe dabei gemerkt, dass es einigen leichter und anderen schwerer fällt, sich selbst zu organisieren und vor allem auch zu motivieren, wenn sie zum Beispiel von zuhause aus arbeiten. Ich selbst hatte damit nie ein wirklich großes Problem, es war wohl eher das Gegenteil: Ich fand es cool.

Schon als man für das Abitur sehr viel Freiraum zum Lernen bekommen hat, habe ich gemerkt, dass das sehr gut zu mir passt. Vorher war es noch nicht nötig sich selbst wirklich zu organisieren. Es war eben Schulalltag und man wurde da über die Jahre so durchgeführt. Ab dem Abitur wurde das aber etwas anders und man hat deutlich gemerkt, dass mehr von einem erwartet wird. Das gilt natürlich auch für mein duales Studium. Direkt am ersten Studientag wurde das Zeit- und Selbstmanagement immer wieder betont. Wir hatten sogar Lehrveranstaltungen dazu. Wie schon erwähnt, passt das Ganze recht gut zu mir. Ich mag diese Freiheit, die einem dadurch gegeben wird.

Selbst entscheiden zu können wann man was lernt, ist ziemlich cool. Natürlich ist auch ein gewisses Risiko dabei, dass man dann faul ist, aber das ist an sich immer da. Es wird einem zu solchen Zeitpunkten nur umso mehr bewusst. Beziehungsweise ist man dann umso mehr versucht zu faulenzen. In Gesprächen mit anderen kam heraus, dass manche jemanden brauchen, der die Verantwortung übernimmt und Aufgaben verteilt. Ich persönlich finde das zwar manchmal ganz angenehm, aber ich kann auch ohne solche Aspekte gut Arbeiten.

Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Thema immer wichtiger wird. Die hohe Relevanz ist ja auch jetzt schon zu spüren. Aber Lisa, warum hast du diesen Beitrag dann nicht Zeit- und Selbstmanagement genannt? Die Frage ist verständlich, aber einfach zu beantworten: Es ist ein Unterschied, ob man sich organisieren, aber nicht motivieren kann oder andersherum. Ich bin mir sicher, dass jemand, der sich selbstständig nicht so gut organisieren kann, dafür aber motiviert ist, besser von zuhause aus arbeiten kann, als jemand, der sich nicht motivieren kann. Und damit sind wir beim Kernthema des Beitrags.

Was bringt es zu wissen, was man noch alles erledigen muss, wenn man sich nicht dazu aufraffen kann, es zu erledigen? Ich denke, dass das das Hauptproblem ist. Zeit- und Selbstmanagement sind wichtig und können helfen, das ist klar, aber sie sind nicht alles. Ich persönlich glaube, dass die Motivation der Dreh- und Angelpunkt ist. Wer sich zuhause nicht motivieren kann, weil die Kollegen und Kolleginnen nicht da sind, der wird auch nicht viel schaffen.

Mit war das vorher nicht wirklich bewusst, aber ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht. Für etwas motiviert zu sein, kann so viel bringen und auch so viel ändern. Deshalb fällt es einem wohl auch leichter für Themen zu lernen, die einen interessieren, als für Themen, die man langweilig findet.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr momentan motiviert oder habt ihr Schwierigkeiten eure Motivation aufrecht zu erhalten?

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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