Nach der Prüfungsphase

Ich habe ja selbst manchmal Dinge geschrieben, bei denen ich dachte, dass meine Gehirnzellen zu der Zeit schlafen waren.

Lisa Koscielniak

Das letzte Thema in dieser Kategorie war die Zeit vor den Prüfungen. Was bietet sich nun besser an, als nochmal über die Zeit nach den Prüfungen zu schreiben. Falls du jetzt gähnst, dann ist das vollkommen unberechtigt! Dieses Thema ist nicht so langweilig, wie du denkst. Sonst würde ich wahrscheinlich auch nicht darüber schreiben. Also vertrau mir und lies weiter!

Die Zeit nach den Prüfungen unterscheidet sich in einem Punkt extrem von der Zeit davor. Das Zauberwort heißt hier: Erleichterung! Man ist total erleichtert, dass man alles hinter sich hat und endlich nicht mehr jeden Tag lernen muss. Denn natürlich hat man jeden Tag gelernt… den ganzen Tag… natürlich…
Die Freizeit kehrt zurück und wird mit offenen Armen empfangen. Jetzt lautet das neue Motto: Entspannen und die prüfungsfreie Zeit genießen. Auch keimt eine leichte Hoffnung auf, dass man diesmal keine Arbeit versemmelt hat.

Dieser Verhaltenszustand geht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt: Bis man die Arbeiten zurückbekommt. Oh man! Jetzt wird es aber ernst. Noch schlimmer wird es, wenn die jeweiligen Lehrenden mit ernster Miene in den Kursraum kommen und die Worte „Pamphlet“ oder „Rechtschreibung“, ganz nebenbei fallen lassen. Vorahnungen schwirren im Raum umher! Verzweifelte Rufe werden breit! Gedanken rasen: Wurde ich nicht gerade angeguckt? Bestimmt habe ich die 0 Punkte! Wahrscheinlich wurde im Lehrerzimmer schon alles darüber erzählt! Es gibt bestimmt ein Ranking mit den schlimmsten Klausuren! Zumindest stelle ich mir das gerne so vor. Die schlimmsten Dinge, die in bestimmten Aufgaben geschrieben wurden oder die schlimmsten Rechtschreibfehler. Ich kann mir das echt gut vorstellen. Ich habe ja selbst manchmal Dinge geschrieben, bei denen ich dachte, dass meine Gehirnzellen zu der Zeit schlafen waren. Da kann man sich am Ende nur drüber lustig machen.

Natürlich kommt hier auch wieder die berühmte Fähigkeit des Übertreibens ins Spiel. Wieder einmal kann man zeigen, was man drauf hat! Es ist eine der besten Möglichkeiten die eigene Kunst der Übertreibung zu perfektionieren, denn das ist ja alles ganz furchtbar und definitiv der Weltuntergang (Hierbei muss angemerkt werden, dass zuhause, dann im Gegensatz dazu die Kunst des Herunterspielens gebraucht wird, denn die Note ist ja gar nicht so schlecht…)

Falls man die Klausur dann erst am Ende der Stunde wiederbekommt, wächst die Nervosität ins Unermessliche. Bei der Korrektur merkt man bereits, dass nicht alles stimmt, was man geschrieben hat. Ein entsetzter Blick zum Nachbarn, den man sofort als Verbündeten erkennt. Ich bin nicht die Einzige! Immer mehr glaubt man, dass die ganze Arbeit verhauen ist. Finger trommeln auf Tischen und nervöses Lachen macht sich breit. Dann ist es soweit! Die Klausuren werden verteilt. Nun kommt es entweder zu erleichtertem Aufatmen oder entsetztem Luft schnappen. Und dieser Mist wiederholt sich dann solange, bis man endlich alle Arbeiten zurück hat. Halbwegs zufrieden oder etwas enttäuscht.

Wollt ihr raten, was jetzt passiert? Ich sag’s euch: Nach der Prüfung ist vor der Prüfung! Man tritt nun nacheinander wieder in die „Vor den Prüfungen“ Phase ein. Und so schließt sich der Kreislauf. Der Teufelskreislauf, der jeden Schüler in den Wahnsinn treibt! Zumindest bis zu den Ferien. Aber das in ein anderes Thema. 

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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