Tänzer

Gedicht: Tänzer, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich tanze,
Tanze durch Menschenmengen,
Die mich nicht sehen.
Köpfe gesenkt,
Blick auf den Boden,
Gehen sie schnellen Schrittes voran.
Ich drehe mich um sie herum,
Weiche aus mit schnellem Schritt
Und versuche niemandem auf die Füße zu treten.

Manchmal, da bin ich nicht schnell genug.
Manchmal, da wird man angerempelt.
Vielleicht hört man ein Räuspern, ein tzz,
Manchmal auch ein „pass mal auf!“
Dann rauschen sie vorbei,
Verschwinden in der Menge,
Verschmelzen mit dem Strom.

Ich darf nicht stehen bleiben,
Tanze weiter ohne Rast,
Bis ich an mein Ziel komme.
Müde blicke ich mich um.
Als wäre ich Luft, rauschen sie an mir vorbei,
Wie ein niemals endender Strom.
Blicke gesenkt, schneller Schritt.
Ich sehe dich nicht,
Also siehst du mich auch nicht.
Kein Lächeln,
Kein Gruß.
Dafür ist keine Zeit.

Doch was ist das?
Dort zwischen den Menschen tanzt jemand.
Sie dreht sich durch die Massen,
Darauf bedacht niemanden zu stören.
Niemanden zu berühren.
Unsere Blicke treffen sich.
Sie lächelt mir zu
Und ich lächle zurück.
Wir sind Tänzer.
Tänzer in einer hektischen,
Manchmal kalten Welt.
Doch wir tanzen nicht allein.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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