Poetry Slam Text: Die kalten Jahreszeiten

Poetry Slam Text: Die kalten Jahreszeiten, gelesen von Lisa Koscielniak

Es wird immer deutlicher: Die kalten Jahreszeiten kündigen sich an. Ein Wechsel mit großen Auswirkungen. Habt ihr es auch schon gesehen? Wir haben September und es gibt schon Lebkuchen. Es ist September und es wird schon Weihnachtsfreude verbreitet. Ja, es wundert inzwischen auch keinen mehr, ist klar. Aber hey: Es wird noch keine Weihnachtsmusik gespielt! Das passiert alles so früh, dass es mit das erste Anzeichen dafür ist, dass Herbst und Winter sich ankündigen. Ach, es gibt schon Weihnachtssüßigkeiten? Der Herbst kommt! Schon ein bisschen paradox, wenn ich so darüber nachdenke…

Ein weiteres schönes Anzeichen kann man beim Spazierengehen erleben. Man atmet tief ein, ja, diese schöne frische Luft. Das ist kein Herbstlaub. Keine Blumen. Riecht irgendwie… nach Ofen. Denn nun wird wieder ordentlich Holz in die Öfen geworfen und verbrannt. Schornsteine qualmen und der Rauch verteilt sich in der Luft. Eindeutig Herbst und Winter Feeling, wenn ihr mich fragt. Man riecht kein gegrilltes Essen mehr, sondern nur noch das Holz.

Wo wir schon beim Thema Grillen sind. Was ist ein super Ersatz für das Grillen? Richtig! Raclette. Da kriegt man doch gleich Hunger! Wenn es wieder Raclette Käse im Angebot gibt und man direkt Angst hat, dass er ausverkauft ist, dann ist der Herbst da. Zeit die Bude unter Dampf zu setzen und diese Pfännchen zu befüllen!

Nach dieser Sommerhitze fühlen sich die Temperaturen noch viel kälter an. Zeit für Kuscheldecken, Übergangsjacken und Schaals. Ja, über den Sommer sind wir kälteempfindlich geworden. Da wird jedes bisschen Herbstsonne umso wichtiger. So sind sie, die kalten Jahreszeiten. Kalt, aber auch irgendwie schön. So gemütlich. Nein? Das findet ihr nicht? Ich beweise euch das Gegenteil.

Stellt euch nur mal folgende Situation vor. Draußen heult der Wind und rüttelt an euren Fenstern. Regen prasselt auf das Dach und dunkle Wolken schieben sich vor die Sonne. Zeit die Lichterketten anzumachen und Kerzen anzuzünden. Das warme Licht erfüllt den Raum und lässt es gleich viel gemütlicher wirken. Auch der Ofen wird angemacht und knistert leise vor sich hin. Ihr macht euch einen Tee oder auch einen Kakao und atmet den Duft tief ein. Jetzt fehlt nur noch ein wenig Knabberkram und man kann sich in eine Kuscheldecke einwickeln und auf dem Sofa einen Film oder eine Serie gucken. Und jetzt sagt mir nochmal, dass das nicht gemütlich ist.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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