Die Einstellung eines Prüflings

Die Einstellung eines Prüflings ist leider nicht immer so positiv, wie man es gerne hätte oder wie es nach außen hin scheint. Das habe ich ja auch schon öfter erwähnt. Es wäre ein Traum, wenn jeder Prüfling mit einer positiven Einstellung durch das Leben gehen würde. Nicht nur ein Traum, sondern auch ein Wunder. Wirft man einen Blick in das Innenleben einer Schule, merkt man sehr schnell, was Sache ist. Die kleineren Klassen rennen lautstark durch die Flure und kreischen im Ultraschallbereich herum. Die mittleren Klassen sind schon etwas ruhiger und streifen in Gruppen quatschend durch das Gebäude. Ja und dann gibt es da noch die Oberstufe. Ihre Angehörigen sammeln sich meist an einem Ort und verlassen diesen häufig erst in letzter Sekunde. Sie sind auch gerne mal in Einzelgruppen anzutreffen, aber meistens findet man viele von ihnen an einem bestimmten Ort. Das war bei uns jedenfalls meist so. Das Auffälligste ist jedoch die Einstellung, die sich von den unteren Klassenstufen unterscheidet.

Schon morgens trifft man die Oberstufenschüler selten mit einem Lächeln auf dem Gesicht an. Es sind hauptsächlich Morgenmuffel und es ist eine fast unmögliche Aufgabe sie zu einem Lächeln zu bewegen oder zu motivieren. Ich darf an dieser Stelle stolz berichten, dass ich es schon geschafft habe, aber man benötigt sehr viel Geduld und eine überwältigend positive Aura. Und man muss den richtigen Moment abpassen. Sonst kann sich das Ganze ganz schnell drehen…

Ein Satz, den man auch immer öfter vernimmt ist: „Boa, ich hasse Kinder!“. Je älter man wird, desto weniger kann man die schreienden Kinder voller Energie verstehen. Die Tatsache, dass man sich zu jeder Pause durch diese Kindermassen kämpfen muss, macht die Einstellung nicht besser. Mich persönlich amüsiert es immer sehr. Man kann mit etwas Übung aus den verschiedenen Gesichtern die Gedanken der Schüler ablesen. Das ist besonders wichtig, wenn sie gerade nicht angesprochen werden wollen. Einen muffeligen Oberstufenschüler sollte man niemals provozieren, das ist allgemein bekannt. Dann lieber keine Aktionen unternehmen, um ihn aufzumuntern. Das geht dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach hinten los.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die nicht nur negativ eingestellt sind. Es passiert auch häufig, dass die jeweiligen Prüflinge ihre Einstellung ändern und im Laufe des Tages ihre gute Laune wiederentdecken. Hierbei auch noch mal Respekt an die Lehrer, die uns nicht aufgeben, auch wenn wir mal nicht so wach und motiviert sind. Uns ist durchaus bewusst, dass wir manchmal sehr anstrengend sein können. Seht es uns bitte nach, wir können einfach nicht anders.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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