Poetry Slam Text: Weitermachen

Poetry Slam Text: Weitermachen, gelesen von Lisa Koscielniak

Nichts in dem Leben eines Menschen ist wirklich leicht. Krasse These, aber dennoch eine ziemlich naheliegende Überlegung. Je älter man wird, desto deutlicher wird das. Rückblicke beweisen es. Was ist schon leicht? Es gibt immer wieder Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen oder kleine Haken, die einen ärgern. Irgendwas ist immer.

Wenn ich das Wort „leicht“ definieren müsste, dann würde ich sagen, dass man es benutzt, wenn etwas ohne Probleme, auf Anhieb funktioniert. Natürlich kommt das auch mal vor. Bei einigen häufiger als bei anderen. Bei mir kommt es momentan eher seltener vor. Egal, was ich gerade vorhabe, irgendetwas passiert immer, dass den Ablauf verändert. Wer kennt das nicht? Man nimmt sich etwas vor und am Ende läuft es eben ganz anders.

Das ist nicht leicht. Das ist schwer. Schwer: Etwas funktioniert nicht sofort, man muss umdenken, seine Strategie ändern und erst Hindernisse überwinden, um ans Ziel zu kommen. Natürlich sind leichte Situationen immer wünschenswert. Einfach immer… einfacher. Aber sie kommen eben nicht so häufig vor. Das wäre sonst ja auch… zu einfach.

So viele Dinge, die schwer sind. Ist ja blöd! Ich weiß nicht… ist das blöd? Klar, es ist nervig und man muss sich anstrengen, aber ist es wirklich so schlimm? Überlegen wir mal weiter: Durch schwierige Situationen werden wir gefordert. Wir müssen unser Gehirn anstrengen, um eine Lösung zu finden. Müssen kreativ werden, unsere Sichtweise ändern. Ist das schlimm?

Nein, das ist es nicht. Man wächst daran. Schwierige Situationen werden einfacher, die eigene Wahrnehmung wird besser. Nein, man selbst wird besser. Wäre alles im Leben einfach, dann würden wir uns ja gar nicht verbessern. Dann wäre das Leben aber ganz schön langweilig. Manchmal nimmt man Herausforderungen doch ganz gerne an. Stellt sich einer schwierigen Aufgabe und ist dann ganz stolz, wenn man eine Lösung findet.

Also her damit! Einen Versuch ist es wert. Wenn er fehlschlägt, dann wird es das nächste Mal besser. Strenge ist gut. Sie holt das Beste aus einem heraus. Es ist okay streng zu sein. Es macht Sinn streng zu sein. Ich mache weiter. Stehe immer wieder auf. Davon überzeugt, dass ich es schaffen kann. Ich habe ja schon ganz anderes geschafft. So lange, bis das Ergebnis gut ist. Bis ich etwas erreiche, auf dem ich aufbauen kann. Dann wird am Ende alles… einfacher sein. Ganz logisch, oder?

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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