Poetry Slam Text: Im Vergleich zum Universum

Poetry Slam Text: Im Vergleich zum Universum, gelesen von Lisa Koscielniak

Sterne hoch oben am Himmel. Leuchten uns des Nachts den Weg, beobachten uns tagsüber im Geheimen. Einige größer, einige kleiner, einige greller, andere schimmernd. Eine solche Vielfalt, die sich über uns erstreckt. Träume in den Menschen weckt. Was ist dort draußen bei den Sternen? Was gibt es dort draußen, was darauf wartet, von uns gefunden zu werden? In diesem unendlich weiten Universum. Wir haben noch nicht mal unsere eigene Welt vollkommen erforscht und es gibt noch so viel zu entdecken.

Das Universum lädt zu Abenteuern ein. Eigentlich sind wir so klein, so winzig klein und fühlen uns doch manchmal so groß. So groß wie Riesen. Dabei sind wir doch das Gegenteil davon. Keine Riesen, eher kleine Mäuschen, die jeden Tag ums Überleben kämpfen. Mäuschen, die kaum realisieren können, in was für einer riesigen Welt sie leben. Von was für Riesen sie umgeben sind.

Wir arbeiten unermüdlich, vom Morgen bis in den Abend, spät in der Nacht, früh am Tag, mal kurz, mal lang. Verdienen unser Brot. Sorgen für die Familie. Kleine Mäuschen in ihren Tunneln, die ihre Nahrung sammeln und fleißig jeden Tag unterwegs sind. Immer darauf bedacht nicht von einer hungrigen Eule gefressen zu werden.

Ein Teil einer riesigen Welt. Eines riesigen Universums. Ein Teil dieses unglaublichen Systems. Ein wichtiger Teil? Wer weiß? Verglichen mit dem Universum sind wir noch so jung. So unerfahren. Bewohnen diese Welt erst seit so kurzer Zeit und spielen uns schon auf wie Riesen. Dabei sind wir doch so klein. Wir entwickeln uns noch, lernen ständig neue Dinge. Unsere Reise ist noch lange nicht zu Ende. Sie hat gerade erst angefangen.

Im Vergleich zum Universum sind wir das Gegenteil von Riesen. Würden wir gegenüber von einem Löwen stehen, würden wir uns wohl mit diesem anlegen. Wir fühlen uns wie dieser Löwe. Wie dieser starke, erfahrene Löwe, der nun auf uns herabschaut. Mit unseren kleinen Mäusepfötchen versuchen wir ihn niederzuringen und kitzeln ihn an seinen Fußgelenken. Er lässt uns stehen, schnaubt einmal kurz und verschwindet. Besser so, wir hätten ihn auf jeden Fall fertig gemacht.

Ihr süßen, kleinen Mäuschen. So flauschig und noch so unerfahren. Rückt nah zusammen und blickt gemeinsam in die Sterne. Träumt große Träume von Riesen und Löwen. Ihr steht noch ganz am Anfang. Noch seid ihr Mäuse, aber wer sagt denn, dass ihr nicht auch zu Löwen oder Riesen werden könnt? Im Vergleich zum Universum sind wir noch so klein. Aber wir haben das Potential einmal riesig groß zu werden.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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