Ein paar schlechte Aspekte an einem Prüfling

Wir haben schon darüber gesprochen, dass Prüflinge ziemlich viele Dinge nicht so gut finden, aber es gibt auch Dinge, die an einem Prüfling selbst nicht so super gut sind. Ja, auch ich bin manchmal von unseren Eigenheiten genervt. Vor allem, wenn mir auffällt, dass ich selber einige diese Eigenheiten besitze. Ich meine, wir sind toll und voll krass und so, aber… niemand ist perfekt. Wir tuen gerne so, als wären wir die Könige der Welt und als gäbe es nichts Schlechtes über uns, aber viel Schlechtes über unsere Umwelt. Die anderen sind fast immer Schuld. Das ist an sich ziemlicher Selbstbetrug, denn wir können selbst echt gemein sein und ich weiß wovon ich rede…

Wir sind eine richtige Herausforderung für Lehrende. Mit mieser Laune meckern wir nur herum, wir stören liebend gerne den Unterricht und machen Geräusche oder Zwischenrufe. Manchmal melden wir uns gar nicht oder wir lachen lautstark, was bei guter Laune durchaus mal vorkommen kann. Wir haben auch mal keine Hausaufgaben, mal mit gutem Grund und mal ohne, wir lästern gerne und speziell auch über Lehrende und lassen an ihnen unseren ganzen Frust raus, obwohl sie manchmal gar nichts für unseren Unmut können.

Einige von uns leiden an Übernervosität und können nicht still sitzen, hibbeln mit ihrem Bein herum und schaffen so wieder eine nette, kleine Geräuschkulisse. Das kann auch für Sitznachbarn recht nervig sein. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich mal neben jemandem saß, der immer mit seinem Bein gewackelt hat. Beide Nachbartische haben mit gewackelt. Jetzt im Nachhinein finde ich das eigentlich ziemlich witzig. Falls man dann noch ständig auf die Uhr schaut und dem Lehrenden dies auffällt, macht das auch keinen guten Eindruck. Häufiges Gähnen wird natürlich auch nicht gerne gesehen, vom Einschlafen im Unterricht mal ganz abgesehen.

Natürlich ist nicht jeder so und dies passiert auch nicht immer, aber es passiert häufiger, als man es vielleicht wahrhaben möchte. Wir sind nicht perfekt, das waren wir noch nie. Wir können Menschen genauso nerven, wie wir manchmal von ihnen genervt sind. Wir stehen nicht über allen Dingen, eigentlich stehen wir mit unseren Aktionen ziemlich weit unten. Wir können den Leuten das Leben ganz schön schwer machen und zwar schwerer als wir es selbst haben. Doch das sehen wir in unserer eingeschränkten und ganz leicht dickköpfigen Sicht leider nicht ein.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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