Abistreich und Abientlassung

Eine ereignisreiche Zeit neigt sich dem Ende zu und sie ist noch immer nicht vorbei. Ein paar Ereignisse warten nach den Abiturprüfungen noch auf einen. Abiball, Abientlassung und auch Abistreich stehen vor der Tür. Heute wird es aber noch nicht um den Abiball gehen, sondern erstmal um den Abistreich und die Abientlassung.

Der Abistreich war an sich nichts Neues. Man hat es als Schüler oder Schülerin ja oft genug mitbekommen. Eine Bühne und viele grölende Abiturienten*innen. Ein Haufen an Süßigkeiten und viele Wasserpistolen. Keiner blieb verschont. Die Idee, einen Pool aufzubauen, war an sich eine sehr gute, denn es war ja Sommer, aber durch das wenige Wasser wurde es doch eher eine Rutschbahn. Und das Wetter ließ uns dann auch etwas im Stich, da es leider eher bewölkt war. Sehr viel mehr zu sagen, gibt es dann auch gar nicht. Vor dem Sprung in den Stadtgraben (ein… nennen wir es mal Tümpelchen vor der Schule), der an unserer Schule leider traditionell durchgeführt wird, habe ich mich erfolgreich gedrückt und habe auch sonst eher wenig von der Party mitbekommen. Ich habe meine Aufgabe als Glücksrad-Beauftrage wohl etwas zu ernst genommen. Für mich war es das Schönste meine alten Freunde wiederzusehen und ein bisschen zu quatschen. Man sieht sich jetzt ja eher weniger. Und auch das Gefühl „ich bin Abiturientin und habe es geschafft. Seht auf meinen Pullover mit unserem Abimotto. Ich gehöre dazu.“, war an dem Tag echt stark. Ich habe mich ziemlich cool gefühlt.

Weiter zur Abientlassung. Viele Reden und die eine oder andere Träne. Vor allem die Rede unseres Jahrgangs war sehr gut und die Leistungen meines Jahrgangs sind ebenfalls sehr bewundernswert ausgefallen. Viele Mint-Zertifikate wurden verteilt und sehr gute Noten wurden geehrt. Preise wurden verteilt und Musik wurde gespielt. Ich hatte mir von meinem Chor extra ein wunderschönes Lied gewünscht und sie hatten mich schon bei der ersten Note in ihrem Bann. Auch, wenn es nicht so gut gesungen war, aber wir waren damals ja auch nicht perfekt. Wer ist das schon? Der Chor ist nicht perfekt, aber er ist ein wichtiger Teil meines Lebens gewesen. All die Jahre stand ich voller Stolz dort vorne und jetzt war ich diejenige, die zuhört. Bei meinem Wunschlied konnte ich mich dann einfach nicht mehr zurück halten und die Tränen flossen auch bei mir. Das war ein ganz besonderer Moment für mich und ich danke meinem Chor dafür. Ich weiß, dass einige das hier lesen werden und ich kann euch ganz ehrlich sagen: Ich werde euch alle echt vermissen und euch niemals vergessen. Vielen Dank! Beim Sektempfang am Ende wurde dann nochmal ordentlich beglückwünscht und gequatscht, aber es hat sich alles auch sehr schnell wieder aufgelöst. Schade eigentlich…

Mir ist erst an diesem Tag klar geworden, dass ich diese wundervollen Menschen alle so schnell nicht mehr wiedersehen werde und das hat mich traurig gestimmt. Diese Zeit hat mich stark geprägt und ich hoffe, dass wir uns nochmal wiedersehen werden. Vielen Dank für die vielen Jahre voller Höhen und Tiefen.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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