Träumen

Ich habe wieder geträumt. Und ich rede jetzt von den Träumen, an die man sich erinnern kann. Ich glaube, ich träume meist, wenn ich länger schlafen kann und dann mehrmals in der Nacht/am Morgen aufwache. Irgendwie habe ich die Tiefschlafphase dann hinter mir und bin in einer Phase, in der ich mehr Träume habe. Ist nur so ein Gefühl, weil das jetzt schon öfter vorgekommen ist. Und wenn ich dann nach dem Aufwachen nochmal einschlafe, dann träume ich irgendwelche wirren Sachen.

Ich habe mich eine Zeit lang viel mit dem luziden Träumen auseinandergesetzt. Also mit der Fähigkeit sich bewusst zu sein, dass man träumt und den Traum dann steuern kann. Ich wollte das unbedingt können. Aber jetzt ist das nicht mehr so, auch wenn es mich immer noch fasziniert. Das normale Träumen reicht mir. Vor allem, weil eben eine der Trainingsmethoden das ständige Stellen eines Weckers in recht kurzen Abständen beinhaltet, sodass man mitten in der Nacht immer wieder aufwacht. Nein, das ist es mir nicht wert. Ich brauche meine Tiefschlafphase. Vom luziden Träumen bin ich also weit entfernt, aber immerhin kann ich mich meist noch ganz gut an die Träume erinnern.

Das finde ich ziemlich gut, auch wenn ich keinen Schimmer habe, was mir mein Unterbewusstsein damit sagen will. Wirklich nicht. Aber das ist echt verrücktes Zeug und das fasziniert mich ungemein. Momentan kommt in meinen Träumen viel Wasser vor. Irgendwelche Seen, Flüsse, Bäche, Kanäle oder auch mal ein Schwimmbad. Dabei mag ich es gar nicht so gerne, ins Schwimmbad zu gehen und zu schwimmen. So gar nicht. Ist einfach nicht meins. Und trotzdem träume ich immer wieder davon.

Am aktuellsten ist ein Traum, bei dem ich mich in einer großen Stadt befand, die von Mauern umrandet war. Es gab viele breite Steinstraßen, die von hübschen Fachwerkhäusern umrandet waren. Das Besondere an dieser Stadt waren die vielen Kanäle/Flüsse. Überall waren Wasserstraßen, die sich durch die ganze Stadt zogen. Irgendwie wurde die Stadt dann in meinem Traum angegriffen und wir mussten fliehen (kein Traum ohne Flucht. Das gibt es bei mir einfach nicht). Es waren noch drei weitere Leute bei mir, aber es waren keine Leute, die ich aus dem realen Leben kannte und ich weiß auch nicht mehr, wie sie aussahen.

Wir hatten dann die Idee über die Wasserstraßen zu fliehen. Was für eine Entscheidung. Wäre das kein Traum gewesen, wäre das ja so eine blöde Idee gewesen, aber wir wurden tatsächlich nicht entdeckt. Immer, wenn jemand geguckt hat, sind wir einfach untergetaucht. Das Wasser war nicht schmutzig, man hätte uns also sehen müssen, aber in meinem Traum hat alles geklappt. Niemand hat uns gesehen. Leider weiß ich nicht, ob wir es aus der Stadt geschafft hätten. Ich bin vorher aufgewacht. Ist ja immer so. Wenn es am spannendsten ist, wacht man auf. Egal. Ich stelle mir einfach vor, dass uns die Flucht gelungen ist.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Veröffentlicht von LisaK

Autorin und Bloggerin

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