Zeit zum Aufladen

Die letzten Tage waren irgendwie anstrengender als sonst. Ich weiß nicht so recht, warum, aber ich weiß, dass meine Batterien ungewöhnlich leer waren. Letzten Freitag wurde es mir so richtig bewusst. Ich bin von der Arbeit nach Hause gekommen und war einfach nur fertig. Eigentlich wollte ich noch an meinem Buch weiterschreiben, aber das konnte ich nicht. Ich habe mich nicht danach gefühlt. Es ging nicht. Es war also an der Zeit, wieder Energie zu tanken. Zeit, sich zu erholen.

Ohne lange darüber nachzudenken, bin ich ins Wohnzimmer gegangen, habe den Lautsprecher geholt, meine Lieblingsplaylist angemacht, die Lautstärke hochgedreht und alles gegeben. Mitgegrölt, mitgetanzt und meinen Kopf abgeschaltet. Da waren nur die Musik und ich. Das hat geholfen. Sehr sogar. Danach habe ich mich besser gefühlt. Es geht wieder aufwärts. Wenn ich das jetzt noch ein paar Mal wiederhole, sollte ich wieder auf mein normales Niveau zurückfinden…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Du

Jeder hat doch diesen einen Lieblingsmenschen, oder vielleicht auch mehrere Lieblingsmenschen, die einem, immer wenn man sie trifft, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die es immer wieder schaffen, gute Laune auszulösen und dunkele Wolken einfach wegwischen. Die jeden noch so furchtbaren Tag noch retten können und immer die richtigen Worte finden. Das hier geht an alle Lieblingsmenschen: Danke, dass es euch gibt. Ihr seid wie helle Sonnenstrahlen an einem trüben Regentag.


Und auch, wenn es draußen dunkel ist,
Auch wenn es unerlässlich regnet,
In mir ist alles hell, denn ich bin dir begegnet
Und das habe ich so sehr vermisst.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Neugeboren

Gedicht: Neugeboren, gelesen von Lisa Koscielniak

Langsam öffne und schließe ich meine Augen,
Drehe die Musik ganz laut,
Lasse meine Seele der Musik folgen,
All die Töne sind mir so vertraut.
Ich sehe Regen gegen Fensterscheiben prallen,
Wolken verdunkeln meine Sicht,
Doch stören tut mich das gerade nicht,
Ich lasse mich einfach fallen.
Augen bleiben geschlossen,
Mein Körper von Harmonien durchflossen,
Fange ich an zu schweben,
Spüre das Leben,
Jede einzelne Note ist so gewaltig,
Gemeinsam mit anderen so vielfältig,
Entfesselt einen Sturm,
Legt den Schalter um, von laut auf stumm,
Doch das Schweigen ist gefüllt von Energie,
Ist so aussagekräftig wie noch nie.
Eine einzigartige Reise,
Kehre immer wieder verändert zurück,
Sorgen werden leise,
und Selbstvertrauen wird aufgebaut, Stück für Stück.
Ich öffne meine Augen wieder,
Bin neugeboren
Vom Verzweifelten zum Krieger,
Stehe wieder mit beiden Beinen auf dem Boden.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Erneutes Ankommen

Ich bin wieder voll in der Arbeit angekommen. Der Urlaub ist bereits in weite Ferne gerückt und der Blick ist auf die kommenden Tage gerichtet. Die Rückstände sind abgearbeitet und das Alltagsgeschäft läuft wieder. Darüber bin ich aber auch ganz froh. Irgendwie ist es doch immer wieder ein kleiner Neuanfang, wenn man aus einer längeren Abwesenheit wieder auf der Arbeit erscheint. Diese Phase hat bei mir nach diesem Urlaub zwar länger gedauert, ist aber inzwischen auch überwunden. Ich bin wieder da. Voll und ganz.

Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, sich genug Zeit zu nehmen, um dieses erneute ‚Ankommen‘ mit Erfolg abzuschließen und dass man kein schlechtes Gewissen haben sollte, wenn man sich dafür Zeit blockt, da es ohne gar nicht möglich ist. Es ist doch meist mehr aufzuholen, als man denkt und wenn einem dann noch die Zeit fehlt, dann bricht sofort wieder Stress aus. Hauptsache ist nur, dass ich mich an diese neu gewonnene Lebensweisheit auch noch erinnere, wenn der nächste große Urlaub bevorsteht. Mal sehen…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #82

Diese Woche ist es Zeit für den zweiundachtzigsten Beitrag der Woche. Dieses Mal gibt es ein Gedicht, in dem ich eine kleine Ansprache an meinen Verstand gehalten habe. Diese Ansprache muss ich immer noch regelmäßig halten und mich an meine eigenen Worte erinnern, da ich gerne in meine alten Muster zurückfalle. Die sind ja auch gemütlich und gewohnt. Niemand hat gesagt, Veränderung wäre einfach. Da ändert es auch nichts, dass man sich gut kennt und sich seiner Eigenheiten und Schwächen durchaus bewusst ist. Das macht es kein bisschen einfacher. Da kann ich inzwischen aus Erfahrung sprechen. Es ist und bleibt ein Prozess. Wichtig ist am Ende wohl nur, dass man einen Weg für sich wählt und diesen dann geht, egal wie lange es auch dauert und wie oft man noch umdrehen muss und doch eine andere Abzweigung nimmt. Am Ende wartet geduldig unserer Ziel auf uns…

Kategorie: Gedichte
Titel: An meinen Verstand
Veröffentlichungsdatum: 17.09.2021

Ich frage dich,
Warum quälst du mich?
Vom frühen Morgen bis tief in die Nacht,
Sorgst du dafür, dass jeder kleinste Zweifel erwacht.
Ey, warum denkst du immer viel zu viel,
So erreichen wir doch auch nicht unser Ziel.
Machen alles nur noch schlimmer,
Ruhen kaum, Denken immer.
So kann das doch nicht weiter gehen,
Bleib auch mal stehen,
Gönn dir eine Pause
Und vor allem: Schalt auch mal ab zuhause.

Warum musst du immer so schüchtern sein?
Lässt dich nicht auf Abenteuer ein.
Ziehst dich gleich zurück,
Wirst zu einem Schatten Stück für Stück.
Nicht gesehen, geschickt getarnt.
Hat dich denn niemand gewarnt,
Dass du dadurch immer mehr verschwindest,
Bis du dich vielleicht bald allein wiederfindest?
Ey, komm mal aus dir raus,
Zeig, wer du bist,
Denn darauf kann du stolz sein.
Zeit, dass du deine Angst mal vergisst
Und aus dem Schatten trittst.
Hey, hier bin ich,
Seht ihr mich?

Wir verwirren uns in unseren Sorgen,
Verstecken uns im Schatten,
Doch der neue Morgen,
Verdrängt die Angst, die wir hatten.
Zeigt das Licht,
Das einen wundervollen Tag verspricht
Und wir gehen hinaus.
Ein Lächeln auf den Lippen,
Selbstbewusste Schritte,
Auch du kannst mich nicht stoppen,
Ich betrete jetzt die Bühne.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Temperaturanpassung

Es wird kälter. Da können doch tatsächlich so langsam schon die Pullover rausgeholt werden. Ich habe einen Moment gebraucht, um mich auf die Temperaturen einzustellen und bin ein paar Tage lang zwischen T-Shirts und Pullovern hin und hergeschwankt, aber nun werde ich die T-Shirts wohl im Schrank lassen. Auf der Arbeit habe ich mir dann teilweise sowieso direkt meine Überziehjacke angezogen, weil es doch zu kalt war. Dann kann ich auch gleich bei Pullovern bleiben.

Zumal das auch einer der Gründe dafür ist, dass ich den Herbst so gerne mag. Es ist die Zeit, in der man beginnen kann, kuschelige Pullover und Jacken zu tragen. Alles ist irgendwie gemütlicher. Alle Zeichen stehen auf Herbst. Ich war zwar weder bereit, noch vorbereitet darauf, dass der Sommer so schnell beendet ist, aber wer ist das schon? So schnell wie die Zeit vergeht…

Als ich diese Woche meinen Kalender umgeblättert habe, habe ich mich richtig erschrocken, dass nur noch so wenig Seiten übrig sind. Das müssten eigentlich noch viel mehr sein, aber… der Oktober steht ja schon wieder vor der Tür. Der Kalender hatte recht. Unglaublich. Was für ein Jahr. Und es ist noch nicht einmal zu Ende. Das ist auch gut so. Ich bin noch nicht fertig mit diesem Jahr…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Herbstlicht

Ich mag den Herbst. Er ist zwar dieses Jahr irgendwie einfach so aus dem Nichts und urplötzlich in die Straßen eingezogen, aber er ist mir trotzdem willkommen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist der Herbst vielleicht sogar meine Lieblingsjahreszeit. Wobei ja am Ende jede Jahreszeit ihre Vor- und Nachteile mit sich bringt. Aber ich schweife ab. Ich finde, dass das Licht der Sonne im Herbst ganz besonders ist. Ein wenig dunkler, goldener. Ein wenig strahlender und doch ganz sanft. Jedes Mal, wenn sich die Sonnenstrahlen durch die Wolken kämpfen, erfreut mich der Anblick und ich nehme mir einen Moment Zeit, ihn zu genießen…


Bronzen-goldenes Licht,
Ein Licht, dass neue Zeiten verspricht,
Fällt auf meine Haut,
Verbreitet Wärme: Fern und doch vertraut.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Meine Lieder

Gedicht: Meine Lieder, gelesen von Lisa Koscielniak

Ein Lied begann zu spielen,
Mein Lied.
Sobald die ersten Töne fielen,
Merkte ich, wie meine Laune stieg.
Leichtes Wiegen zu den Seiten,
Leises Summen beginnt,
Augen geschlossen, abgetaucht in unendliche Weiten,
Da wusste ich, dass einfach alles stimmt.
Sanftes Lächeln, Wippen im Takt,
Das sind meine Lieder,
Genau richtig, auf die Kommastelle exakt,
Beflügeln sie mich immer wieder.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Radio/Musik

Ich liebe es auf der Arbeit ein wenig Radio zu hören, wenn die Zeit es ergibt und nur Sachbearbeitung ansteht. Irgendwie motiviert es mich. Ich höre allgemein sehr gern Musik. Ich habe einige Playlists, die ich gern dazu nutze, um meine Stimmung zu verbessern und wieder neue Energie zu tanken oder mich auf eine bestimmte Aufgabe vorzubereiten. Das Nutzen dieser Playlist wird bei mir in letzter Zeit auch immer intensiver.

Ein Beispiel dafür ist mein vergangener Urlaub. Eigentlich wollte ich die Zeit nutzen, um wieder mal etwas zu lesen. Immerhin ist meine Leseliste unendlich lang. Was ist passiert? Ich habe stattdessen die ganze Zeit Musik gehört. Ich habe nicht ein einziges Mal in das Buch hineingesehen, dass ich mir mitgebracht hatte. Dabei hatte ich mich wirklich darauf gefreut, es zumindest anzulesen. Hat nicht funktioniert. Die Musik war verführerischer.

Hätte mir das jemand vor meinem Urlaub gesagt, hätte ich wahrscheinlich gelacht und es nicht geglaubt. Tja, so kann sich das ändern. Ist schon in Ordnung so. Ich höre auf mein Gefühl und wenn mein Gefühl sagt, dass Musik hören jetzt genau das Richtige ist, dann höre ich eben Musik. Und so freue ich mich auch, wenn ich auf der Arbeit zwischendurch das Radio anschmeißen kann. Immer wieder ein kleines Highlight…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #81

Und schon ist der einundachtzigste Beitrag der Woche gekommen und kündigt fröhlich seine Ankunft an. Hier und jetzt. Ein Gedicht über die unglaubliche Kraft der Liebe. Über das Glück einen Menschen zu finden, der zu einem passt und das offene Puzzle des Lebens vollendet…

Kategorie: Gedichte
Titel: Hier und jetzt
Veröffentlichungsdatum: 20.08.2021

Welch Glück es ist,
Dass du da bist.
Jetzt,
Bei mir.
Wenn die Zeit nicht mehr weghetzt,
Verlangsamt ist.
Hier,
Wie habe ich das vermisst.
Ein einziger Moment,
Der sich zur Ewigkeit ausdehnt.
Das ist wohl das, was man Liebe nennt,
Wenn man sich nach einer anderen Person sehnt.
An nichts anderes mehr denken kann,
Fast schon wie im Wahn.
Alles andere ist unwichtig,
Doch das Hier und Jetzt ist richtig.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

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