Glaub an dich

Gedicht: Glaub an dich, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich wollte dir nur sagen:
Ey, ich glaub an dich!
Ich denke, du kannst alles wagen,
Du kannst einfach alles schaffen
Und dabei lasse ich dich nicht im Stich.
Also glaub du auch daran,
Es ist Zeit, dass wir uns zusammenraffen
Und zeigen,
Wer wir wirklich sind,
Immer höher steigen
Und auch bei starkem Gegenwind,
Unser Gesicht stolz zur Sonne neigen.
Denn in diesem Licht,
Da glänzen wir und geben zu erkennen,
Menschen ohne Makel gibt es nicht,
Es ist Zeit, sich von diesem Gedanken zu trennen.
Also richten wir uns auf,
Unsicherheiten nehmen wir schon viel zu lange in Kauf
Und sagen mit einem Lächeln in Gesicht:
Das hier, das bin ich.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Unangenehmes Gespräch

Ich hatte letztens ein sehr, sehr unangenehmes Gespräch, an dem ich euch nun auch teilhaben lassen möchte: Ich brauchte Hilfe von einem anderen Team, weil ich allein nicht weitergekommen bin und wir ja genau für solche Fälle Profis bei uns haben. Also habe ich versucht, jemanden telefonisch zu erreichen, beziehungsweise, über Outlook nachzusehen, wer denn so da ist. Einer war da. Stand allerdings in Outlook auf abwesend. Ich habe es trotzdem versucht. Es ist natürlich niemand rangegangen, aber jetzt konnte ich immerhin auf einen Rückruf hoffen.

Der kam aber nicht. Es passierte nichts und ich wurde nervös, weil der Tag so langsam gen Nachmittag ging und meine Fragen recht dringend waren. Also ein weiterer Blick in Outlook. Jetzt war auch jemand anders da und stand sogar auf verfügbar. Ich probierte es, weil ich die Zeit im Nacken hatte und außerdem kannte ich die Kollegin, da ich bei ihr hospitiert hatte, um ihr Team kennenzulernen. Ich habe sie auch erreicht. Da ich sie ja kannte und wir uns damals mit Vornamen angesprochen haben, habe ich sie geduzt. Problem war nur: Sie konnte sich nicht an mich erinnern. „Wer sind Sie denn?“ Bei der Frage bin ich kurz im Boden versunken.

Ich habe nervös versucht zu erklären, dass sie mich eingearbeitet hatte, aber das hat auch keine Erinnerungen geweckt. Dabei hatten wir uns echt gut verstanden und ich dachte, ich hätte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Naja, dem war wohl nicht so. Ich habe dann einfach schnell den Fall dargestellt, bei dem ich Hilfe brauchte. Sie hat dann gesagt, dass sie nicht zuständig ist, sondern der Kollege (den ich ja nicht erreichen konnte, das habe ich aber für mich behalten), der auch gerade neben ihr steht (dann kann ich ihn ja auch schlecht erreichen) und sie sich das aber angucken würde und zurückruft. Sie müsste nur erst noch etwas klären. Ist ja auch kein Problem. Hauptsache ich konnte irgendwie meine Fragen klären, ich war ja schon froh, dass ich jemanden erreichen konnte.

Trotzdem kam ich mir in dem Moment wie eine dumme und vor allem störende Bittstellerin vor. Aus Interesse, hatte ich danach auch nochmal in Outlook geguckt. Der zustände Kollege war dann offline und ich hätte ihn an diesem Tag nicht mehr erreichen können. Es war also an sich gut, dass ich die andere Kollegin angesprochen hatte, auch wenn ich dafür diese unangenehme Erfahrung hatte. Immerhin konnte sie mir weiterhelfen und es war tatsächlich auch sehr wichtig, dass wir miteinander gesprochen haben, da ich etwas falsch verstanden hatte und nun schnell gehandelt werden musste. Das Gespräch war dann durch meinen ‚Fehler‘ doppelt unangenehm. Naja… ich hoffe mal, dass jetzt alles läuft. Beendet ist die Sache noch nicht…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #67

Der siebenundsechzigste Beitrag der Woche macht sich bereit und steht in den Startlöchern. Mit ihm kommt die Frage, ob man jemandem wirklich vollständig vertrauen kann. Vollständig vertrauen sollte. Sein Ich zeigen kann, mit all den Narben und Makeln. Ob man diese Hand wirklich nehmen kann, die zu einem ausgestreckt wird. Diese Hand, die von einem gütigen und freundlichen Lächeln begleitet ist. Doch schon allein bei diesen Gedanken merkt man, dass man genau das kann und tun sollte…

Kategorie: Gedichte
Titel: Zum Greifen nah
Veröffentlichungsdatum: 28.05.2021

Und ich sehe deine Hand,
Wie du sie zu mir ausstreckst,
Dich zu mir herüber reckst.
Nun meldet sich mein Verstand:
Greif zu, bevor es zu spät ist,
Bevor diese Gelegenheit verstreicht,
Bevor diese Hand zurückweicht,
Bevor du diese Hand vermisst.
Diese Hand, voll von Freundlichkeit,
Güte und Geduld,
Diese Hand, die sie zerstören kann, die Einsamkeit.
In mir drin ist ein wahrer Gefühlstumult.
Kann ich diese Hand nehmen?
Muss ich mich ihr gegenüber nicht schämen?
Warum eigentlich nicht?
Alles, was diese Hand verspricht,
Klingt wie ein Traum,
Zum Greifen nah.
Und dann berühren sich unsere Hände
Und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war.
Meine Rettung und ich hätte sie beinahe nicht genommen,
Nur, weil ich so ängstlich bin,
Aber ich habe gewonnen
Und jetzt ist es auf einmal ganz warm in mir drin.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gastlesung

Ich habe eine recht aufregende Woche hinter mir: Ich durfte am Dienstag als Gast bei dem Projekt „Anpfiff fürs Lesen“ in der Grundschule dabei sein. Es geht bei dem Projekt darum, Kinder ans Lesen heranzuführen. In diesem Fall in Kombination mit Fußball. Das Zusammenspiel aus Bewegung und Lesen passt dabei sehr gut zusammen. Auch an diesem Tag sind wir mit Bewegung gestartet, danach gab es eine Fragerunde, in der die Kinder Zeit hatten, mich mit Fragen zu löchern, dann erneut ein wenig Bewegung und zum Schluss noch eine kleine Lesung.

Das hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, ich kann irgendwann erneut dabei sein. Ich war zuerst ein wenig nervös, da ich mir nicht sicher war, was Schüler der dritten Klasse gerne hören würden, aber es hat zum Glück alles sehr gut geklappt. Es wurden viele Fragen gestellt, alle waren neugierig und haben, als ich gelesen habe, ruhig und aufmerksam zugehört. Nur bei manchen Fragen wusste ich nicht so recht, wie ich sie einem Drittklässler gut erklären kann. Warum ich zum Beispiel nicht vollständig als Autorin arbeiten kann, warum ich nicht einfach so Geschichten für die Lieblingsserien der Kinder schreiben kann oder warum ich nicht alle meine Geschichten in ein 2000 Seiten umfassendes Buch zusammenlege.

Die Diskussionen, die dabei entstanden, waren sehr interessant und die Kinder hatten viele tolle Ideen. Da war es echt schade, dass wir nicht genug Zeit hatten, um alle Fragen beantworten zu können und irgendwann abbrechen mussten. Ich hoffe, ich konnte die Kinder ein wenig inspirieren und einen positiven Eindruck hinterlassen. Die Kinder haben das bei mir auf jeden Fall geschafft.

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich ein Teil von diesem Projekt sein durfte. Vielen Dank!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Neugierige Blicke

Alles ist still. Die volle Aufmerksamkeit aller ist allein auf dich gerichtet. Du atmest noch einmal tief durch und dann beginnst du zu erzählen. Mit ruhiger Stimme, Wort für Wort. Neugier wird zu Aufregung. Kapitel werden zu Abenteuern und schließlich sind wir alle Teil dieser Geschichte und stellen uns gemeinsam mit unseren Helden*innen jeder Gefahr…


Die Geschichte beginnt,
Neugierige Blicke richten sich zu dir empor,
Fragen leise: Was hast du vor?
Während die Fantasie langsam das Kommando übernimmt.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Akkord für Akkord

Gedicht: Akkord für Akkord, gelesen von Lisa Koscielniak

Leise Gitarrenmusik
Erklingt Akkord für Akkord,
Ganz verspielt
Und ohne ein einziges Wort.
Ganz vorsichtig und sanft,
Töne, die melodisch fließen.
Warst du vorher noch verkrampft,
So kannst du nun entspannt genießen.
Obgleich es nur im Hintergrund spielt,
Steht fest, dass es nichts von seinem Ausdruck verliert.
Im Gegenteil sogar:
Vielleicht ist es stärker als es jemals war.
Trifft dich genau zur richtigen Zeit
Mitten in die Seele.
So, wie ich das sehe,
Warst du genau jetzt bereit.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Die zwei Seiten eines Gebäudes

Ich bin gerade ja so glücklich, dass ich mein Büro nicht mehr auf der Sonnenseite des Gebäudes habe. Jetzt lohnt es sich auf der kalten Seite zu sitzen. Und wie sich das lohnt. Die Sonne kommt erst so spät herum, dass ich dann schon nicht mehr da bin. So habe ich nicht wirklich mit der Aufhitzung von meinem Büro zu kämpfen. Die fällt tatsächlich komplett weg.

Dafür ist es auf der Sonnenseite auch bei diesen Temperaturen schon ziemlich unerträglich, wenn man nicht rechtzeitig abdunkelt. Auch darüber bin ich froh. Ich muss die Sonne nicht aussperren und habe freien Blick nach draußen. Wenn es schon mal so schön ist, kann man es dann wenigstens auch genießen und sehen.  

Ich habe nichts dagegen, in dem Büro noch eine Weile länger zu sitzen. Allerdings kann man bei mir nie wissen, wann wieder der nächste Umzug ansteht. Hoffen wir das Beste…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #66

Der sechsundsechzigste Beitrag der Woche wartet ungeduldig auf seinen Auftritt, also lassen wir ihn lieber nicht noch länger warten. Die Thematik ist noch ähnlich aktuell, wie in 2021: Die Sehnsucht nach Strand und Meer, nach Abenteuern in der Dämmerung und langen Abenden in guter Gesellschaft… 

Kategorie: Gedichte
Titel: Fernweh
Veröffentlichungsdatum: 21.05.2021

Manchmal, da sehne ich mich nach Spaziergängen am Strand,
Einfach barfuß durch den Sand
Und Meerwasser an den Füßen spüren.
Dem Säuseln der Wellen lauschen,
Dem Wasserrauschen
Und die warme Brise spüren.
In der Sonne liegen
Oder mit den Wellen im Wasser wiegen.
Oder vielleicht ein großer Wald?
Mit geheimen Wegen
Und Bäumen so riesig und alt,
Dass man selbst dagegen 
Ganz winzig und klein wirkt.
Was sich wohl im Unterholz verbirgt?
Licht kommt nur spärlich durch das Blätterdach,
Kämpft sich bis zum Erdboden vor
Und spiegelt sich in einem kleinen Bach.
Es ist, als durchschreite man ein magisches Tor,
Den Eingang zu einer anderen Welt,
Die einen in seinem Bann gefangen hält.
Doch dann wird einem auch immer klar,
Irgendwie vermisse ich diesen Ort, an dem ich eigentlich schon die ganze Zeit war.
Man wollte zwar irgendwie raus,
Aber es ist auch unglaublich schön zuhaus.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wow, Sonne

Ich war früher nie wirklich wetterfühlig, oder so. Zumindest nicht so, dass ich mich daran erinnern könnte. Dieses Wort kannte ich noch nicht einmal wirklich. Das hole ich jetzt allerdings nach. Es ist mir nun ein Begriff und ich beginne zu verstehen, welche Wirkung das Wetter auf das eigene Gemüt haben kann. Ich hätte nicht gedacht, dass es so stark spürbar ist. 

Durch dieses unglaublich schöne Wetter, die Wärme, die Sonne, den blauen Himmel und das Gezwitscher der Vögel bin ich wahrhaft beflügelt. Das scheint gerade genau meine Zeit zu sein. Noch nicht zu warm und mit frischem Wind. Ich fühle mich motiviert und hoffnungsvoll. Will keine Sekunde verschwenden. Ein Blick nach draußen und schon stiehlt sich ein Lächeln auf die Lippen. Wow.

Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich diesen Einfluss auf mein Gemüt bewusst wahrnehme. Ich werde wohl so langsam sensibler für diese Wetterfühligkeit. Kann immer mehr damit anfangen und achte dadurch vielleicht auch mehr darauf. Irgendetwas in der Art. Wirklich faszinierend…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gedankengewimmel

Was für ein interessantes Wort: Gewimmel. Irgendwie niedlich. Es gefällt mir gut. Viele Dinge, die zusammenspielen und mal Gegenspieler und mal Partner darstellen. Noch kein Chaos, aber auf einem guten Weg dahin. Ein Gewimmel der verschiedensten Dinge. Harmonierend und Konkurrierend. Doch dann… dann gibt es diese Momente, in denen alles kurz stehen bleibt oder sich nur noch in Zeitlupe bewegt. Ein roter Faden schlängelt sich durch das Gewimmel, der in diesem Augenblick ganz deutlich sichtbar wird.

Wenn ich so nach draußen sehe,
Zu diesem strahlend blauen Himmel,
Dann weiß ich plötzlich, wo ich stehe,
Dann legt sich für einen Moment das Gedankengewimmel.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner