Kopfkino

Gedicht: Kopfkino, gelesen von Lisa Koscielniak

Wenn sich meine Augen schließen,
Dann kann ich trotzdem weiter sehen.
Kreativität beginnt zu fließen
Und Gedanken bleiben nicht mehr stehen.
Ich bin noch hier,
Doch irgendwie auch nicht,
Denn wenn ich mich so in mir verlier‘,
Verfolge ich eine ganz und gar neue Sicht.
Da spielt ein Kopfkino,
Das immer einen neuen Film zeigt
Und dessen Handlung sich immer wieder verzweigt.
Alles ist möglich,
Von Magie bis unsterblich.
Nur eine Entscheidung
Und es folgt die Verwandlung.
Augen zu und Film ab,
Bis hinein in den neuen Tag.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Kurze Wochen

Feiertage, Brückentage… da waren in letzter Zeit ein paar schöne, kurze Wochen dabei. Vor allem über den Brückentag nach Himmelfahrt habe ich mich gefreut. Obwohl ich es nicht von Anfang an geplant hatte, wurde mein Urlaub genehmigt. Glück gehabt. So ein verlängertes Wochenende ist auch mal ganz schön. Es ging zwar wie immer sehr schnell vorbei, aber dafür war es auch mehr als erfolgreich.

Allerdings war es das für mich jetzt auch erstmal. Jetzt kommt eine längere Durststrecke und dann steht schon der Sommerurlaub an. Das dauert auch gar nicht mehr allzu lange, wenn ich so auf meinen Kalender auf der Arbeit schaue. Da ist tatsächlich ganz unten schon der August zu sehen und damit die ersten Urlaubstage. Von daher läuft alles eigentlich ganz gut.

Die Vorstellung, dass jetzt ein paar Wochen kommen, an denen mal keine zusätzlichen Events sind, ist allerdings irgendwie merkwürdig und ungewohnt. Es war so viel los, dass ich kaum glauben kann, dass es jetzt wieder im Normaltempo weiter geht. Aber ich will nicht zu viel sagen. Nachher kommt wieder alles anders, als vorher geplant…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #70

Und hier haben wir ihn: Den siebzigsten Beitrag der Woche. Passend zum Gedicht breitet er stolz seine Flügel aus und kommt mit Schwung zu uns hereingeflogen. Fliegen. Den Wind in den Haaren spüren und der Schwerkraft widerstehen. Einfach vom Boden abheben und hoch über den Wolken schweben. Auch, wenn ich in diesem Fall eher metaphorisch gedacht habe, haben wir bestimmt alle mal irgendwann davon geträumt zu fliegen…

Kategorie: Gedichte
Titel: Fliegen
Veröffentlichungsdatum: 04.06.2021

Ich fange an zu rennen,
Schneller, so schnell ich kann,
Bin schon jetzt viel schneller als am Anfang
Und kann mich vom Boden trennen.
Breite meine Flügel aus
Und hebe einfach ab,
Hoch über die Häuser hinaus.
Getragen vom Wind,
Lasse ich mich einfach gleiten,
Im Inneren fühle ich mich wie ein Kind,
In diesen unendlichen Weiten.
Ich fliege,
Frei und schnell wie der Wind,
Dass ich das nochmal hinkriege,
Es ist wohl Zeit, dass ein neuer Abschnitt beginnt.
Ich bin anscheinend doch bereit,
Na, dann mal los, denke ich,
Glaube an mich
Und lächle breit.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Familienneuzugang

Unsere Familie hat tierischen Zuwachs bekommen und der ist verdammt niedlich. Würde man mich fragen, ob ich eher zu Hunden oder zu Katzen tendiere, würde ich wohl mit Katzen antworten. Einfach, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin, sie kenne und mit ihnen umzugehen weiß. Hunde waren zwar durchaus öfter mal in der Nähe, aber ich selbst habe mich ihnen nie so nah gefühlt. Ich bin heillos überfordert, wenn es um den Umgang mit einem Hund geht und bin da allgemein sehr unsicher. Aber sie sind so niedlich.

Wir alle sind verliebt in dieses kleine Wesen, das nun durch unsere Flure stolpert. Tollpatschig und mit den drolligsten Knopfaugen. Er hat mich auf jeden Fall überzeugt. Ich bin aber trotzdem froh, dass er nicht mir direkt gehört und ich mich aus den Erziehungsmaßnahmen und Ähnlichem raushalten kann. Mein Leben passt momentan nicht dazu. Jetzt kann ich in Ruhe beobachten und Schlüsse für die Zukunft ziehen. Das reicht mir.

Willkommen in der Familie mein Kleiner!

Auf jeden Fall

Ich muss sagen, dass in mir gerade ein ziemlich beeindruckendes Feuer brennt. Es wird immer heißer, lodert immer höher und beansprucht immer mehr Platz. Es hat Anfang des Jahres begonnen und steigert sich seitdem immer mehr. Ein gutes Gefühl. Ein so verdammt gutes Gefühl. Ich sitze stundenlang da und schreibe. Feile an meinem neuen Projekt und es macht so unglaublich viel Spaß. Mehr brauche ich nicht. Nur Zeit, um in meine Welt abzutauchen und weiterzuschreiben. Das wird mir gerade immer mehr bewusst. Es ist genau das. Genau das will ich.


Ich weiß etwas:
Ich will das,
Ich will das auf jeden Fall schaffen
Und diesen Traum zur Wirklichkeit machen.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gänsehaut

Gedicht: Gänsehaut, gelesen von Lisa Koscielniak

Blut gefriert in Adern zu Eis,
Doch Röte schießt in das Gesicht.
Tränen stehlen mir die Sicht
Und meine Wangen sind ganz heiß.
Atem geht schneller,
Nervosität steigt,
Ein Kribbeln im Körper,
Keine einzige Zelle schweigt.
Wohin soll ich sehen,
Mein Körper schreit danach zu gehen,
Will dieser Situation entfliehen
Und alles wieder ins Positive drehen.
Gänsehaut,
Während die Stimme sich nach oben schraubt.
Hilflosigkeit,
Hierfür war ich nicht bereit.
Liebe und Harmonie,
Mehr wollte ich nie,
Doch umso tiefer sitzt der Schock.
Habe ich es jetzt verbockt?
Die Zeit vergeht nur quälend langsam
Und nie fühlte ich mich so einsam.
Gedanken kreisen um eine einzige Frage herum:
Wie finde ich nur eine Lösung?

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gendersensibilisierung im Beruf

Ich durfte an einem Seminar mit dem klangvollen Namen ‚Gendersensibilisierung‘ teilnehmen. Der Name allein hat bei uns allen durchaus nicht gerade Freudenstürme ausgelöst. Zum Glück handelte es sich aber nicht um die dem Namen nach erwartete theoretische und trockene Erklärung des Genderns in Grammatik und Sprache. Nein, es war tatsächlich sehr berufs- und praxisbezogen. Die Inhalte waren gut aufbereitet und ich denke, dass wir alle das Seminar mit einem recht positiven Gefühl verlassen haben. Zumindest nicht mit einem negativen.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich etwas von dem Gelernten anwenden werde. Ich denke, dass man viel unterbewusst macht und nicht großartig darüber nachdenkt, wie man etwas sagt. Ist es falsch, kann man sich korrigieren. Dafür können wir miteinander reden und darüber eine respektvolle Basis schaffen. Hat bei mir bislang eigentlich immer ganz gut funktioniert. Kommunikation ist eben immer noch alles. Das hat auch die Schulung bestätigt.

Also erstmal weiter wie bisher. Dennoch ist das Ziel der Schulung aus meiner Sicht erreicht: Eine gewisse Sensibilisierung ist eingetreten. Man denkt noch eine Weile über das Thema nach. Verarbeitet es und auch, wenn man es nicht direkt aktiv anwendet, achtet man vielleicht ein wenig mehr darauf oder hat es im Hinterkopf. Von daher war es auf jeden Fall ein erfolgreicher Tag.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #69

Wir nähern uns mit großen Schritten dem siebzigsten Beitrag der Woche. Heute ist jedoch erstmal der neunundsechzigste Beitrag der Woche dran: Es ist ein lauer Frühlingstag. Die Sonne scheint und in der Luft liegt eine gewisse Spannung. Die Wärme und das Licht bringen eine Erkenntnis mit sich, die leise ‚es ist alles gut‘ in mein Ohr Flüstert und all der Stress und die Sorgen sind für einen Moment vergessen…

Kategorie: Gedichte
Titel: Es ist alles gut
Veröffentlichungsdatum: 11.06.2021

Wenn das Licht sich auf dem Wasser spiegelt,
Wenn die Luft zu flirren scheint,
Dann fühle ich mich ganz beflügelt,
Dann weiß ich, was Leben meint.
Wenn sanfter Wind die Blätter zum Rascheln bringt,
Wenn die Vögel im Garten singen
Wir alle zusammen sind
Und uns gegenseitig zum Lachen bringen,
Wenn der Himmel in purem blau erstrahlt
Und die Welt scheint, als wäre sie gemalt.
In solchen Momenten,
Bleibt die Zeit stehen,
Ich kann das Licht und all die Farben sehen
Und weiß, jetzt bin ich voll und ganz da.
Eines ist dann auch auf jeden Fall klar:
Ich kriege davon nie genug
und weiß jetzt: Es ist alles gut.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Ein Blick zur Seite

Die Zeit macht sich mal wieder mit lauten Paukenschlägen bemerkbar. Juni. Halbzeit. Wie kann das sein? Wow. Irgendwie habe ich weder vom April, noch vom Mai so richtig was mitbekommen. Mein Bruder hatte seine letzten Prüfungen, wartet auf seine Abitur Ergebnisse und macht sich bereit für sein Studium, aber für mich ist dieser Fakt so weit weg. So unglaublich. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit stand ich selbst vor diesen Prüfungen und jetzt sind wir beide quasi fertig.

Das gleiche gilt für sein Alter. Ich bin irgendwie vor zwei Jahren hängen geblieben. Seitdem versteht mein Gehirn nicht so recht, dass er älter wird. Wenn ich gefragt werde, tendiere ich jedes Mal dazu, die falsche Zahl zu nennen. Die von vor zwei Jahren. Oder eine Zahl, die noch länger her ist. Das wir sich wohl so schnell auch nicht ändern. Wobei ich nicht weiß, wie es wird, wenn er irgendwo anders studieren geht. Dann wird erneut alles aufgewirbelt. 2022 beweist gerade mal wieder, wie dynamisch es ist…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Vertraut

Es gibt ein paar Lieder, die unter 100%iger Wahrscheinlichkeit bestimmte Gefühle auslösen. Dauerbrenner, die es immer wieder schaffen, den eigenen Gemütszustand zu beeinflussen. Manchmal wechseln sie, manchmal bleiben sie auch gleich. Ich selbst habe ein paar solcher Lieder, die ich mal bewusst, mal unbewusst entstaube und aus ihren Playlists heraushole. Mich an sie erinnere und sie dann eine Zeit lang rauf und runter höre, bis neue Lieder sie ersetzen und sie für eine Weile wieder in den Hintergrund verschwinden…


Und ich schließe meine Augen,
Drehe die Musik ganz laut,
Will jeden einzelnen Ton verfolgen,
Dieses Lied war mir noch nie so vertraut.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

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