Bis zum Abspann

Gedicht: Bis zum Abspann

Worte fließen,
Gestalten fantastische Welten,
Wenn sie Sätze in Stein gießen,
Und ihre eigenen Regeln schreiben,
Die nur zwischen ihren Seiten gelten.
Wenn Träume Wirklichkeit werden
Und einfach alles möglich ist.
Man das, was man kannte auf Erden
Einfach vergisst
Und abtaucht in die Tiefen des Meeres,
Hoch über den Städten fliegt
Und die gefährlichsten Monster besiegt.
Es ist etwas ganz besonderes,
Mal ein spannendes Abenteuer,
Mal ein romantischer Ausflug,
Mal die Jagd nach einem Ungeheuer
Und mal ist man auf der Spur von einem Betrug.
Egal, was es auch sein mag,
Es zieht uns in seinen Bann,
In seine Welten mal bunt, mal karg.
Und bietet Spannung bis zum Abspann.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Man achte auf den Feiertag

Ich mache auf der Arbeit viele Termine. Mein Terminkalender ist immer gut gefüllt und ich lade regelmäßig montags im voraus ein. Nun ist unser Programm für die Termine an sich sehr gut. Es markiert Feiertage im Kalender rot. An sich ist so ein Feiertrag also schwer zu übersehen. Ihr könnt euch sicherlich denken, was jetzt kommt? Ich habe ihn natürlich übersehen. Klar.

Ich hatte schon alles fertig gemacht, die Einladung ausgedruckt und wollte gerade alles eintüten, als mein Blick auf die rote Farbe fiel. In meinem Kopf kam kurz die Frage auf, warum der Tag eigentlich rot ist. Dann fiel es mir auch schon ein. Himmelfahrt. Ich war gerade dabei, jemanden an Himmelfahrt einzuladen. Immerhin ist es mir noch aufgefallen. Also volles Kommando zurück, alles löschen und neuen Termin suchen. Ich musste in dem Moment wirklich kurz über mich selbst lachen. Ich war so sehr in Einladungs-Action, dass ich beinahe den Feiertag übersehen hätte. Oh man…

Ich habe mir dann zur Sicherheit den gesamten Tag mit der Anmerkung ‚Feiertag‘ geblockt. Nicht, dass mir das nochmal passiert, weil der Tag so leer aussieht. Rote Markierung hin oder her. Ich versuche jetzt, mir das für alle Feiertage anzugewöhnen. Nicht, dass ich doch mal irgendjemanden an einem Feiertag einlade…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #68

Es ist Zeit für den achtundsechzigsten Beitrag der Woche. Er bringt das Gefühl mit, dass einem gerade alles über den Kopf wächst. Dass alles gerade einfach zu viel ist. Es fehlt nur noch ein kleiner Schubs und alles bricht in sich zusammen. Jedes Vorhaben erscheint weit weg und unerreichbar. Jeder Schritt ist unendlich langsam und man kommt kaum noch voran. Zeit für eine Pause. Zeit für ein wenig Ruhe, um wieder Ordnung in seine Gedanken zu bekommen. Zeit, wieder zu sich selbst zu finden…

Kategorie: Gedichte
Titel: Zu viel
Veröffentlichungsdatum: 14.05.2021

Manchmal da wird alles viel zu viel,
Dann kommt einfach alles auf einmal
Und für einen Moment ist dann alles eine unglaubliche Qual.
Auf einmal scheint das eigentliche Ziel,
Irgendwie weit weg zu sein,
Statt sein eher ein Schein von sich selbst
Und du fällst.
Fällst in negative Gedanken,
Redest alles schlecht,
Gerätst plötzlich stark ins Schwanken
Und findest gar nichts mehr gerecht.
Jeder hat doch sowas mal,
Das Leben ist eben kein Tal.
Es gibt auch viele Berge, Flüsse, Steine,
Aber man ist dabei nie alleine.
Also kämpfen wir uns da durch
Und atmen tief ein und aus.
Das, was grad zu viel ist, lassen wir raus
Und gönnen uns zwischendurch mal eine Pause.
Denn das ist das Zeichen,
Dass all die Dinge unserem Körper gerade reichen
Und kurz Ruhe einkehren muss.
Atmen. Pausieren. Zeit nehmen.
Jetzt ist erstmal Schluss.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wohnungsupdate

Ich habe schon lange nicht mehr über meine Wohnungsrenovierung geschrieben. Da wird es jetzt wohl wieder Zeit. Die Wohnung ist inzwischen komplett entkernt und kaum wiederzuerkennen. Als die ganze Holzverkleidung von den Wänden und den Decken heruntergekommen war, wirkte alles gleich viel heller und größer. Die neuen Dachfenster sind inzwischen auch schon eingebaut, wodurch noch mehr Licht einfallen kann und alles noch einladender aussieht.

Das ist wirklich ein enormer Unterschied zum vorherigen Raumgefühl. Ich bin sehr gespannt, wie alles aussieht, wenn es fertig ist. Das wird bestimmt richtig, richtig gut. Bei den Preisen muss es das auch werden. Die ersten Rechnungen kommen langsam rein und da kommt schon ganz schön was zusammen. Ist ja auch klar, wenn man so ne ganze Wohnung quasi kernsaniert. Aber trotzdem… wow.

Es geht auf jeden Fall ganz gut voran. Dennoch haben wir noch einiges vor uns. Mit etwas Glück, wird alles vielleicht im Herbst fertig. Sommer werden wir wohl nicht schaffen. Mal sehen. Warten wir ab und lassen und überraschen…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Ein bisschen Mut

Durchzieht einen ein Gefühl von aufkommendem Mut und Zuversicht, erscheint alles gleich ein wenig leichter. Ist alles gleich ein wenig heller. Auch kleine Mengen helfen schon, die Last, die der Alltag manchmal mitbringt zu verringern. Zum Lächeln zu ermuntern. Das Negative mal außer Acht zu lassen und einfach nach vorne zu sehen. Es ist wie ein kleiner Schubs, eine leichte Windböe, die einen in die richtige Richtung drückt und einem sozusagen Starthilfe gibt…


Ein bisschen Mut,
Ein wenig Zuversicht,
Verringern das sorgenvolle Gewicht
Und tun manchmal einfach nur gut.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Glaub an dich

Gedicht: Glaub an dich, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich wollte dir nur sagen:
Ey, ich glaub an dich!
Ich denke, du kannst alles wagen,
Du kannst einfach alles schaffen
Und dabei lasse ich dich nicht im Stich.
Also glaub du auch daran,
Es ist Zeit, dass wir uns zusammenraffen
Und zeigen,
Wer wir wirklich sind,
Immer höher steigen
Und auch bei starkem Gegenwind,
Unser Gesicht stolz zur Sonne neigen.
Denn in diesem Licht,
Da glänzen wir und geben zu erkennen,
Menschen ohne Makel gibt es nicht,
Es ist Zeit, sich von diesem Gedanken zu trennen.
Also richten wir uns auf,
Unsicherheiten nehmen wir schon viel zu lange in Kauf
Und sagen mit einem Lächeln in Gesicht:
Das hier, das bin ich.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Unangenehmes Gespräch

Ich hatte letztens ein sehr, sehr unangenehmes Gespräch, an dem ich euch nun auch teilhaben lassen möchte: Ich brauchte Hilfe von einem anderen Team, weil ich allein nicht weitergekommen bin und wir ja genau für solche Fälle Profis bei uns haben. Also habe ich versucht, jemanden telefonisch zu erreichen, beziehungsweise, über Outlook nachzusehen, wer denn so da ist. Einer war da. Stand allerdings in Outlook auf abwesend. Ich habe es trotzdem versucht. Es ist natürlich niemand rangegangen, aber jetzt konnte ich immerhin auf einen Rückruf hoffen.

Der kam aber nicht. Es passierte nichts und ich wurde nervös, weil der Tag so langsam gen Nachmittag ging und meine Fragen recht dringend waren. Also ein weiterer Blick in Outlook. Jetzt war auch jemand anders da und stand sogar auf verfügbar. Ich probierte es, weil ich die Zeit im Nacken hatte und außerdem kannte ich die Kollegin, da ich bei ihr hospitiert hatte, um ihr Team kennenzulernen. Ich habe sie auch erreicht. Da ich sie ja kannte und wir uns damals mit Vornamen angesprochen haben, habe ich sie geduzt. Problem war nur: Sie konnte sich nicht an mich erinnern. „Wer sind Sie denn?“ Bei der Frage bin ich kurz im Boden versunken.

Ich habe nervös versucht zu erklären, dass sie mich eingearbeitet hatte, aber das hat auch keine Erinnerungen geweckt. Dabei hatten wir uns echt gut verstanden und ich dachte, ich hätte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Naja, dem war wohl nicht so. Ich habe dann einfach schnell den Fall dargestellt, bei dem ich Hilfe brauchte. Sie hat dann gesagt, dass sie nicht zuständig ist, sondern der Kollege (den ich ja nicht erreichen konnte, das habe ich aber für mich behalten), der auch gerade neben ihr steht (dann kann ich ihn ja auch schlecht erreichen) und sie sich das aber angucken würde und zurückruft. Sie müsste nur erst noch etwas klären. Ist ja auch kein Problem. Hauptsache ich konnte irgendwie meine Fragen klären, ich war ja schon froh, dass ich jemanden erreichen konnte.

Trotzdem kam ich mir in dem Moment wie eine dumme und vor allem störende Bittstellerin vor. Aus Interesse, hatte ich danach auch nochmal in Outlook geguckt. Der zustände Kollege war dann offline und ich hätte ihn an diesem Tag nicht mehr erreichen können. Es war also an sich gut, dass ich die andere Kollegin angesprochen hatte, auch wenn ich dafür diese unangenehme Erfahrung hatte. Immerhin konnte sie mir weiterhelfen und es war tatsächlich auch sehr wichtig, dass wir miteinander gesprochen haben, da ich etwas falsch verstanden hatte und nun schnell gehandelt werden musste. Das Gespräch war dann durch meinen ‚Fehler‘ doppelt unangenehm. Naja… ich hoffe mal, dass jetzt alles läuft. Beendet ist die Sache noch nicht…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #67

Der siebenundsechzigste Beitrag der Woche macht sich bereit und steht in den Startlöchern. Mit ihm kommt die Frage, ob man jemandem wirklich vollständig vertrauen kann. Vollständig vertrauen sollte. Sein Ich zeigen kann, mit all den Narben und Makeln. Ob man diese Hand wirklich nehmen kann, die zu einem ausgestreckt wird. Diese Hand, die von einem gütigen und freundlichen Lächeln begleitet ist. Doch schon allein bei diesen Gedanken merkt man, dass man genau das kann und tun sollte…

Kategorie: Gedichte
Titel: Zum Greifen nah
Veröffentlichungsdatum: 28.05.2021

Und ich sehe deine Hand,
Wie du sie zu mir ausstreckst,
Dich zu mir herüber reckst.
Nun meldet sich mein Verstand:
Greif zu, bevor es zu spät ist,
Bevor diese Gelegenheit verstreicht,
Bevor diese Hand zurückweicht,
Bevor du diese Hand vermisst.
Diese Hand, voll von Freundlichkeit,
Güte und Geduld,
Diese Hand, die sie zerstören kann, die Einsamkeit.
In mir drin ist ein wahrer Gefühlstumult.
Kann ich diese Hand nehmen?
Muss ich mich ihr gegenüber nicht schämen?
Warum eigentlich nicht?
Alles, was diese Hand verspricht,
Klingt wie ein Traum,
Zum Greifen nah.
Und dann berühren sich unsere Hände
Und ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war.
Meine Rettung und ich hätte sie beinahe nicht genommen,
Nur, weil ich so ängstlich bin,
Aber ich habe gewonnen
Und jetzt ist es auf einmal ganz warm in mir drin.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gastlesung

Ich habe eine recht aufregende Woche hinter mir: Ich durfte am Dienstag als Gast bei dem Projekt „Anpfiff fürs Lesen“ in der Grundschule dabei sein. Es geht bei dem Projekt darum, Kinder ans Lesen heranzuführen. In diesem Fall in Kombination mit Fußball. Das Zusammenspiel aus Bewegung und Lesen passt dabei sehr gut zusammen. Auch an diesem Tag sind wir mit Bewegung gestartet, danach gab es eine Fragerunde, in der die Kinder Zeit hatten, mich mit Fragen zu löchern, dann erneut ein wenig Bewegung und zum Schluss noch eine kleine Lesung.

Das hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, ich kann irgendwann erneut dabei sein. Ich war zuerst ein wenig nervös, da ich mir nicht sicher war, was Schüler der dritten Klasse gerne hören würden, aber es hat zum Glück alles sehr gut geklappt. Es wurden viele Fragen gestellt, alle waren neugierig und haben, als ich gelesen habe, ruhig und aufmerksam zugehört. Nur bei manchen Fragen wusste ich nicht so recht, wie ich sie einem Drittklässler gut erklären kann. Warum ich zum Beispiel nicht vollständig als Autorin arbeiten kann, warum ich nicht einfach so Geschichten für die Lieblingsserien der Kinder schreiben kann oder warum ich nicht alle meine Geschichten in ein 2000 Seiten umfassendes Buch zusammenlege.

Die Diskussionen, die dabei entstanden, waren sehr interessant und die Kinder hatten viele tolle Ideen. Da war es echt schade, dass wir nicht genug Zeit hatten, um alle Fragen beantworten zu können und irgendwann abbrechen mussten. Ich hoffe, ich konnte die Kinder ein wenig inspirieren und einen positiven Eindruck hinterlassen. Die Kinder haben das bei mir auf jeden Fall geschafft.

Ich freue mich wirklich sehr, dass ich ein Teil von diesem Projekt sein durfte. Vielen Dank!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Neugierige Blicke

Alles ist still. Die volle Aufmerksamkeit aller ist allein auf dich gerichtet. Du atmest noch einmal tief durch und dann beginnst du zu erzählen. Mit ruhiger Stimme, Wort für Wort. Neugier wird zu Aufregung. Kapitel werden zu Abenteuern und schließlich sind wir alle Teil dieser Geschichte und stellen uns gemeinsam mit unseren Helden*innen jeder Gefahr…


Die Geschichte beginnt,
Neugierige Blicke richten sich zu dir empor,
Fragen leise: Was hast du vor?
Während die Fantasie langsam das Kommando übernimmt.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

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