Beitrag der Woche #19

Nun ist schon der neunzehnte Beitrag der Woche an der Reihe. Eine neue Ernennung und wieder ein neues/altes Gedicht…

Kategorie: Gedichte
Titel: Verreisen
Veröffentlichungsdatum: 31.07.2020

Ich schließe meine Augen,
Um wieder Energie aufzusaugen,
Neue Kraft zu tanken
Und den Alltag zu vergessen.
Alles um mich herum verschwindet,
Ich lasse mich jetzt nicht mehr stressen,
Denn ich weiß, dass sich mein Geist
An einem ganz anderen Ort befindet.
Er ist jetzt verreist
Und zwar ohne Ängste und Sorgen,
Denn die sind fürs Erste verborgen.

Sand ist zwischen meinen Zehen,
Ich sehe Drachen, die im Winde wehen
Und genieße den Duft vom Meer.
Ich hab geträumt, ich wär
An einem ganz anderen Ort.
Wo das Wasser hell schimmert,
Die Luft vor Wärme glüht
Und es niemanden kümmert,
Wenn man bis tief in die Nacht feiert
Und vor Freude sprüht.
Ich tanze in den Sonnenuntergang,
Merke wie ich mich entspann
Und wieder stärker werde.

Jetzt öffne ich meine Augen mit einem Lachen,
Sorgen, Ängste, all diese Sachen,
Scheinen jetzt gar nicht mehr so groß.
Ich bin wieder energiegeladen
Und bereit neue Dinge zu starten
Und alte zu beenden.
Ich weiß, es wird sich alles zum Guten wenden.
Immer, wenn es mir zu viel wird,
Schließe ich meine Augen und verreise.
Immer, wenn sich das Gute vor mir verbirgt,
Schaffe ich es auf diese Weise,
Wieder zu mir selbst zu finden.

Wenn ihr mal eine Pause braucht,
Ihr das Gefühl habt, ihr seid ausgelaugt,
Dann schließt eure Augen und gönnt euch eine Reise.
Verschwindet still und leise,
In eure eigene Welt.
Atmet Gutes ein
Und Schlechtes aus
Und öffnet dann wieder eure Augen.
Eine solche Reise hilft, um abzuschalten
Und die Zeit für einen kurzen Moment anzuhalten.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wenn die Geister rufen

Kapitel 1 – Aufbruch

Wenn die Geister rufen: Kapitel 1 – Aufbruch, gelesen von Lisa Koscielniak

Gelangweilt lehnte ich mich leicht aus dem Autofenster und betrachtete die vorbeirauschenden Bäume. Der Fahrtwind blies mir meine Haare ins Gesicht und ließ meine Augen tränen. Ich seufzte angespannt, legte meinen Kopf auf meinen Arm und schloss meine Augen. Nervig. So nervig. Einfach alles. Ich verstand nicht, warum wir unbedingt umziehen mussten. Zuhause war doch alles gut gewesen. Aber meine Meinung zählte ja nicht. Das tat sie nie und jetzt, wo Mutter nicht mehr da war schon gar nicht. Sie hatte immerhin noch zu mir gehalten. Und jetzt war sie weg. Hatte mich einfach alleine gelassen.

Gut, ich hatte noch meinen Vater, aber er war seit dem Unfall nicht mehr derselbe. Das waren wir beide nicht. Doch das mit dem Umzug wäre trotzdem nicht nötig gewesen. Die Familie meiner Mutter hatte uns einen Brief geschrieben und uns eingeladen zu ihnen in das Haus zu ziehen, das schon seit Generationen im Besitz ihrer Familie war. Wir hatten vorher kaum Kontakt zu ihnen und Mutter hatte sie nur selten erwähnt. Deshalb wunderte ich mich noch mehr, dass Vater das Angebot angenommen hatte und wir jetzt dorthin fuhren. Er meinte zwar, dass wir noch zurückgehen konnten, wenn es uns dort nicht gefällt, aber ich wusste, dass das nicht passieren würde.

Ich konnte es in seinen Augen sehen. Vielleicht hoffte er Mutter näher zu sein, wenn er an dem Ort wohnte, an dem sie aufgewachsen war. Vielleicht wollte er auch nur mehr über ihre Vergangenheit herausfinden. Immerhin hatte sie kaum darüber gesprochen. Selbst ich musste zugeben, dass ich neugierig war. Auch ich wollte ihre Familie kennenlernen. Sehen, wo sie aufgewachsen war. Aber gleich dorthin ziehen? Das war ja wohl nochmal etwas anderes. Wir fuhren schon eine ganze Weile und ich hatte das Gefühl, dass nicht nur das Internet immer weniger wurde, sondern auch die Zeichen von Zivilisation.

Der Ort hatte mir auch nichts gesagt. Anderdorf. Auch eine kleine Google Recherche hatte keine Erleuchtung gebracht. Ich konnte weder Bilder, noch sonstige Einträge von diesem Ort finden. Als würde er nicht existieren. Mein Verdacht wurde immer größer, dass es dort gar kein Internet mehr gab. Das würde ja toll werden. Abgeschnitten von der Außenwelt, an einem Ort, den das Internet nicht kannte. Könnte auch ein guter Horrorfilm sein. Wäre es einer, dann würde ich sicherlich zuerst sterben. Ich war in so was gar nicht gut. Der Gedanke beunruhigte mich und ich versuchte an etwas anderes zu denken.

„Wann sind wir da?“, fragte ich und Vater meinte „wir haben schon über die Hälfte des Weges hinter uns. Hast du Hunger? Bei dir auf der Rückbank müsste irgendwo ein Tupper mit Keksen sein…“. Ich seufzte und kramte zwischen all den Jacken, Koffern und Rucksäcken neben mir eine blaue Tupperdose hervor. Lustlos knabberte ich an einem der Kekse und schaute wieder aus dem Fenster. Wir fuhren schon länger auf keiner richtigen Straße mehr. Das war eher ein Feldweg. Ob wir überhaupt noch richtig waren? Wir konnten ja kein Navi benutzen, weil dieser verdammte Ort nur auf einer alten Karte verzeichnet war, die dem Brief beilag, den wir bekommen hatten.

Ich hatte ja vorher schon kein gutes Gefühl gehabt, aber es wurde jetzt noch negativer. Was würde uns wohl erwarten, wenn wir überhaupt am Zielort ankommen? Vor mir sah ich ein mittelalterliches Dort mit Kutschen und Leuten in altertümlichen Kleidern. Bitte nicht. So würde es hoffentlich nicht aussehen. Ein bisschen moderner war es sicherlich. Wenn wir über die Hälfte des Weges hinter uns haben, dann sind wir sicherlich noch eine Weile unterwegs. Ich schloss das Tupper und machte die Augen zu. Vielleicht konnte ich ja noch ein wenig Schlaf nachholen. Immerhin konnte ich in der Nacht vor Aufregung und Nervosität kaum schlafen und dann sind wir auch noch mitten in der Nacht aufgestanden und losgefahren. Es dauerte eine Weile, aber dann schlummerte ich tatsächlich weg und träumte davon, wie ich durch ein mittelalterliches Dorf rannte und vor Monstern flüchtete, die mich verfolgten.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

2021-05-25T15:22:00

  Tage

  Stunden  Minuten  Sekunden

bis

Kapitel 2

Fahrrad Update #2

Es ist kaum zu glaube, aber wir hatten zwischenzeitlich wirklich mal gutes Wetter und ich konnte mein neues Fahrrad ein wenig ausfahren. Immerhin insgesamt zwei Mal. War schon ein kleines Erlebnis. Das muss ich gleich aufschreiben. Meine Aufregung war auf jeden Fall unberechtigt. War ja klar. Es war fast so, als hätte ich nie ein anderes Fahrrad gehabt.

Gut, am Anfang hatte ich ein paar Probleme, weil ich bei dem Fahrrad eine andere Schaltung habe und nicht mehr wusste, wie ich mit der die Gänge wechsle. Das Verkaufsgespräch ist jetzt ja auch schon ein Weilchen her und mein Gehirn ist immer noch ein Sieb. Deshalb habe ich am Anfang nur runter geschaltet, aber nicht hoch, weil ich den Schalter nicht gefunden habe und habe dann irgendwann so schnell getreten, dass sogar der Superheld Flash große Augen gemacht hätte, nur dass ich dabei – im Gegensatz zu ihm – überhaupt nicht von der Stelle gekommen bin. Aber naja, dann hat mir mein Vater erklärt, was ich machen muss und das Problem war beseitigt.

Die Umgewöhnung mit den Bremsen ist da schon ein wenig schwieriger. Grundsätzlich klappt das sehr gut, aber in Situationen, in denen ich schnell handeln muss oder so, tendiere ich immer noch dazu, zurück zu treten. Ich hatte da einmal die Situation, dass ich auf eine recht große Pfütze zugefahren bin. Eigentlich wollte ich die umfahren, aber das ging in dem Moment nicht. Kurzschlusshandlung: Rücktrittbremse nutzen und irgendwie drum herum schieben. Das ging natürlich nicht und dann war es zu spät und es hieß nur noch: Füße hoch und durchrollen. Zum Glück war ich schon recht langsam, sonst wäre das eine kleine Schweinerei geworden. Aber es ist alles gut gegangen.

Ich bin auf jeden Fall immer noch sehr zufrieden und bereue den Kauf nicht. Das Fahrrad passt gut zu mir und an die Bremsen werde ich mich auch noch gewöhnen. Ich muss halt nur öfter fahren. Mal sehen, was das Wetter so dazu sagt. Vielleicht tausche ich nochmal den Sattel, weil das so ein Sportsattel ist und ich hätte eigentlich gerne einen anderen, aber mal sehen. Erstmal wird noch ein wenig weiter ausprobiert….

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Zu viel

Gedicht: Zu viel, gelesen von Lisa Koscielniak

Manchmal da wird alles viel zu viel,
Dann kommt einfach alles auf einmal
Und für einen Moment ist dann alles eine unglaubliche Qual.
Auf einmal scheint das eigentliche Ziel,
Irgendwie weit weg zu sein,
Statt sein eher ein Schein von sich selbst
Und du fällst.
Fällst in negative Gedanken,
Redest alles schlecht,
Gerätst plötzlich stark ins Schwanken
Und findest gar nichts mehr gerecht.
Jeder hat doch sowas mal,
Das Leben ist eben kein Tal.
Es gibt auch viele Berge, Flüsse, Steine,
Aber man ist dabei nie alleine.
Also kämpfen wir uns da durch
Und atmen tief ein und aus.
Das, was grad zu viel ist, lassen wir raus
Und gönnen uns zwischendurch mal eine Pause.
Denn das ist das Zeichen,
Dass all die Dinge unserem Körper gerade reichen
Und kurz Ruhe einkehren muss.
Atmen. Pausieren. Zeit nehmen.
Jetzt ist erstmal Schluss.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Die erste Woche im letzten Trimester

Es ist viel passiert und meine erste Woche im letzten Trimester war ziemlich aufregend. Wo fange ich am besten an? Ich dürfte in dieser ersten Woche fast alle Fächer kennengelernt haben. Ich glaube, dass jetzt nur noch eins fehlt. Es waren alles mehr oder weniger interessante Fächer, vor denen ich mal mehr oder mal weniger Sorge habe. Inhaltlich kann ich die Fächer noch schwer einschätzen, dazu muss ich noch die nächsten Wochen abwarten, aber es ist alles auf jeden Fall VWL lastiger, als ich zu Anfang dachte. Das ist jetzt nicht soo toll… und auch nicht soo interessant… zumindest für mich.

Über die Prüfungen kann ich schon etwas mehr sagen: Ein paar der Dinge, auf die ich gehofft hatte, sind leider nicht eingetreten. Es gibt ein paar Gruppen Prüfungsleistungen und auch eine dezentrale Klausur, wobei ich bei den zuerst genannten noch wirklich Glück hatte. Dennoch hatte ich gehofft, dass ich um beides drum herum kommen kann. Naja. Hat nicht geklappt. Die Prüfungsarten sind teilweise wirklich… interessant? Videoprüfungen scheinen voll Inn zu sein. Zumindest habe ich jetzt zwei Teilprüfungsleistungen, für die ich ein Video einreichen muss. Gibt schlimmeres, aber verunsichert mich trotzdem. Das eine ist ein Erklärvideo. Kann ganz cool werden und ist auch eine Einzelleistung. Zu dieser Prüfung gehören dann auch noch ein Quiz, das quasi eine Online Klausur ist (nur, dass es in diesem Fall ausschließlich Multiple-Choice ist – auch nicht schlecht) und eine Datenanalyse, unter der ich mir zum momentanen Zeitpunkt noch wenig vorstellen kann. Ist in Ordnung.

Als nächstes hätten wir eine Prüfung, bei der wir als eine Teilleistung ein Video einreichen müssen, bei dem wir eine Arbeitgeberberatung als Rollenspiel durchführen. Ziemlich blöd im Onlineformat, aber zum Glück habe ich eine coole Kommilitonin als Partnerin abbekommen. Ich versuche mir deshalb nicht allzu viele Sorgen zu machen. Und als zweiten Teil hätten wir dann auch schon die dezentrale Klausur. Es sollen wohl so 60 Minuten sein. Wird interessant. Ist natürlich auch der VWL Teil. War ja klar. Am meisten Sorge habe ich da momentan eigentlich, dass ich vor Ort keinen Parkplatz bekomme und den Raum nicht finde oder so. Na, mal sehen. Erstmal abwarten.

Natürlich gibt es auch wieder ein Referat als Prüfungsleistung. Leider diesmal mit schriftlicher Ausarbeitung. Wäre sonst ja auch zu einfach gewesen. Auch das ist für mich in Gruppenarbeit. Doch ich hatte auch hier wieder Glück und bilde mit der gleichen Kommilitonin eine Gruppe, mit der ich auch das Rollenspiel Video machen muss. Nur bei der Themenwahl hat es nicht so gut gepasst. Das Losglück war nicht auf meiner Seite, aber das Thema, was es jetzt geworden ist, geht auch noch. Ist schon okay. Mich stört nur, dass so viel Geschichtliches dabei ist (weshalb ich erst von dem Thema abgesehen hab). Dinge im Zeitverlauf darstellen und so was. Ich hoffe nur, dass ich dafür Daten finde. Immerhin ist es aber einer der frühesten Prüfungstermine. Das finde ich ganz gut.

Nachtrag: Inzwischen hat sich herausgestellt, dass wir falsch gewählt hatten. Wir hatten ein paar Themen weggelassen, aber es muss natürlich alles irgendwie dabei sein. Also mussten sich noch ein paar Gruppen auflösen. Ich hatte mich deshalb entschieden freiwillig auf ein rechtliches Thema umzuschwenken. Nachher habe ich wieder Pech beim Losen und bekomme irgendwas, was mir gar nicht liegt. Jetzt habe ich zwar einen der letzten Termine, aber das Thema gefällt mir ganz gut. Ich habe inzwischen ein ganz gutes Gefühl bei der Sache. Das wird schon…

Es gibt auch noch eine Prüfungsleistung, bei der wir eine Studie, ja… sagen wir mal analysieren/beschreiben müssen, die sich um die Evaluation arbeitsmarktpolitischer Instrumente dreht. So heißt im Übrigen auch das Fach. Spannend…super spannend… Das kann man alleine oder in einer Gruppe machen und ich bin mir noch nicht so richtig sicher, für was ich mich entscheiden werde. Da habe ich aber auch noch Zeit. Also auch hier: Erstmal abwarten.

Das waren so die Dinge, die mir bisher am dringendsten auf der Seele lagen. Ist wohl bei jedem Studierenden gleich. Erstmal über die Prüfungen reden und da alles abklären. Da bin ich nicht anders. Ich habe schon einige Sorgen gesammelt und bin auch noch bei vielen Dingen unsicher, aber das wird sich in den nächsten Wochen noch klären. Das weiß ich aus Erfahrung. Trotzdem werde ich unsicher bleiben. Das wird sich auch mit mehr Erfahrung nicht ändern. Naja… warten wir mal ab…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #18

Und Trommelwirbel für den achtzehnten Beitrag Woche. Tadaa! Ich versuche öfter in meinen Gedichten tiefgründig zu sein und zum Nachdenken anzuregen. Ich weiß nicht, ob mir das immer gelingt, aber das heutige Gedicht ist eins, das genau das erreichen soll…

Aus der Kategorie: Gedichte
Titel: Nebel
Veröffentlichungsdatum: 18.09.2020

Ich sitze hier und warte,
Doch weiß ich nicht auf was.
Menschen gehen vorüber,
Autos geben Gas,
Alles scheint so nebensächlich,
In Nebel gehüllt, fast wie trüber Glas.
Wie an einer Haltestelle,
Warte ich, dass was passiert.
Niemand bleibt stehen,
Niemand kann mich sehen.
In graue Schleier gehüllt,
Eilen sie vorbei.
Ob sie ihren Bus schon verpasst haben?
Oder hat ihnen das Warten zu lange gedauert?
Egal, was es auch war,
Eins ist mir klar:
So will ich nicht enden.
Ich werde warten,
So lange es auch dauern mag,
Egal, was mich erwartet.
Das Leben in diesem Nebel
Wäre mir einfach viel zu fad.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Ankündigung

Hallo zusammen,

ich habe lange überlegt, was jetzt regelmäßig Dienstags als Artikel erscheinen soll. Ich hatte ja mit Artikeln zum Schreiben und zu Avessia und so was überbrückt und das fand ich auch gar nicht schlecht, aber ich habe noch eine weitere Idee gehabt. Die Entscheidung ist nun gefallen und heute kündige ich es euch an:

Ab nächster Woche startet wieder ein neues Projekt. Ich veröffentliche jeden Dienstag ein Kapitel einer neuen Kurzgeschichte. Das wird mal wieder Zeit, findet ihr nicht? Diesmal will ich ein wenig in die Mystery- und Grusel-Richtung gehen. So ist zumindest mein momentaner Plan.

Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber ein klein wenig möchte ich heute doch schon Preis geben und zwar den Namen der Geschichte. Die neue Kurzgeschichte trägt den Titel: Wenn die Geister rufen. Klingt das nicht spannend? Ich hoffe, ihr seid schon genauso gespannt und aufgeregt wie ich.

Ich freue mich, euch nächste Woche Dienstag das erste Kapitel zu präsentieren. Noch eine schöne Restwoche und bleibt gesund!

Eure Lisa

2021-05-18T15:25:00

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Kapitel 1 – Wenn die Geister rufen

Ein wenig Studiums-Talk

In der ersten Woche meines letzten Studientrimesters haben alle immer gesagt: Hauptsache ihr habt die Bachelorarbeit abgegeben. Dann habt ihr schon mal viel geschafft. Ich weiß nicht, wie oft ich das jetzt gehört habe. Ja, es fällt einem eine große Last vom Herzen und man hat einen weiteren Schritt in Richtung Abschluss gemacht, aber wir müssen jetzt nicht so tun, als wäre damit alles erledigt. Denn das ist es nicht. Die Note und das Kolloquium fehlen noch. Es ist noch nichts entschieden. Es kann noch alles passieren. Ich sehe das Ganze momentan noch ziemlich kritisch und will erstmal abwarten, bevor ich anfange zu feiern.

Wisst ihr, ich glaube, es ist am Ende nicht das Schwerste, die Bachelorarbeit zu bestehen. Nein, nein. Zumindest nicht, wenn man abgegeben hat, um das nochmal aufzugreifen. Mein Gefühl sagt mir, dass das reine Bestehen machbar ist. Immerhin haben wir alle viel Schweiß und Tränen investiert. Wir werden schon bestehen. Nein. Schwer ist es, gut zu bestehen. Das Motto ist ja meist: Hauptsache bestanden, aber wenn man so viel Arbeit investiert hat, dann will man auch, dass es gut wird. Ich will das jetzt zumindest. Ich will zufrieden mit der Note sein.

Nächste Woche werden die Arbeiten an die verschiedenen Prüfer*innen verteilt. Dann wird es ernst. Das Schlimme ist, dass jemand aus dem Studi Service gesagt hat, dass sie noch auf ein paar Arbeiten warten. Da kommt sofort wieder meine Angst hoch, dass meine Arbeit vielleicht darunter ist und nicht angekommen ist. Das wird nicht so sein, aber die Angst wurde dadurch definitiv wieder aktiviert. Wenn ich bis Ende nächste Woche nichts höre, dann wird wohl alles vorhanden sein. Diese Ungewissheit ist wirklich furchtbar…

Die ersten Prüfer*innen planen auch schon die Termine für die Kolloquien. Das geht jetzt doch schneller als gedacht, auch wenn ich jetzt noch nicht dazugehöre. Jetzt geht irgendwie alles zack auf zack. Der Stundenplan wird voller und die ersten Prüfungen nähern sich. Ich bin auf jeden Fall wieder gut im Studien Geschehen drin…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

An mich selbst

Gedicht: An mich selbst, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich würde gerne etwas wagen,
Hätte Lust auf etwas Neues,
Würde manchmal gerne Dinge sagen.
Etwas ganz bestimmtes,
Was mir auf der Seele liegt,
Aber meist ungesagt bleibt und wieder verfliegt.
Ich denke über vieles nach
Und traue mich am Ende doch nicht.
Denke nur an die Folgen und Auswirkungen danach,
Denke nur an anderer Leute Sicht.
Dadurch schütze ich mich auch vor vielen Dingen,
Doch gleichzeitig schränke ich mich ein.
Ich kann es aber auch nicht erzwingen,
Dann würde ich nicht mehr ich selber sein.
Vorsichtig war ich schon immer,
Habe Entscheidungen sorgfältig getroffen.
Manchmal war es einfach, manchmal war es schlimmer,
Manchmal blieb es nur beim Hoffen,
Dass etwas vielleicht nicht stattfindet
Und das Problem so ganz von allein verschwindet.
Eines will ich mir jedoch versprechen:
Wenigstens nicht mehr zu überlegen, was andere denken könnten,
Dieses Denken zu zerbrechen,
Und mich für mich selbst zu öffnen
Und zu mir selbst zu stehen und wie ich bin.
Die Hauptsache ist doch, dass ich mich wohlfühle,
Dass ich mir treu bleibe,
Das ist doch der Sinn.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Vorbereitung auf den Trimester Beginn

Ich habe heute meinen Stundenplan für das letzte Trimester bekommen. Früher als erwartet. Wenn ihr diesen Artikel hier lest, habe ich sogar bereits die ersten Tage Unterricht hinter mir. Ich schreibe meine Artikel hier ja immer leicht versetzt. Jetzt, wo ich hier gerade schreibe, ist Donnerstag und Montag beginnt der Unterricht. Ich bin froh, dass der Stundenplan jetzt schon veröffentlich wurde. Jetzt kann ich mich mental schon mal ein wenig vorbereiten.

Die erste Woche sieht ganz in Ordnung aus. Alle Module sind ganz gut verteilt. Es scheint auch mehr in synchroner Lehre stattzufinden. Ein auffälliger Unterschied zu dem letzten Trimester, in dem wirklich viel asynchron und in Eigenarbeit stattfand. Ich bin wirklich gespannt, was dieses Mal auf mich zukommt. Mal sehen, welche Prüfungsformen gewählt wurden. Ich hätte da so ein paar persönliche Favoriten, von denen ich hoffe, dass sie gewählt wurden. Mal sehen. Durch das Kolloquium ist alles ziemlich gedrängt, aber nach einem groben Überblick, sieht der Stundenplan noch ganz human aus. Allerdings fehlt auch noch ein Fach. Mal sehen, was sich im Laufe der Zeit noch so ändert. Veränderungen wird es auf jeden Fall geben. Die gibt es immer.

Das Wahlpflichtmodul steht noch nicht im Plan drin. Ich bin schon sehr gespannt, wo ich jetzt gelandet bin und ob ich mit meiner Kommilitonin in einer Gruppe gelandet bin. Das wäre wirklich cool. Aber da muss ich wohl nochmal abwarten. Auch die Frist für die Abgabe der Bachelorarbeit ist jetzt offiziell abgelaufen. Spannend. Hoffentlich hat wirklich alles funktioniert und meine Arbeit liegt jetzt bei meiner Erstprüferin und bei meinem Zweitprüfer.

Meine Gedanken wenden sich jetzt schon langsam dem Kolloquium zu. Ich habe sehr großen Respekt vor dieser Prüfung und weiß nicht genau, was mich erwartet und wie ich mich gut darauf vorbereiten kann. Eine 40minütige Prüfung, in der ich zehn Minuten habe, um mein Thema mündlich vorzustellen und danach muss ich es maximal 30 Minuten lang vor einigen Professoren*innen verteidigen. Oh Man. Ich habe das Gefühl, dass das ne richtige Herausforderung wird. Zum Glück dauert es noch ein wenig, bis diese Prüfung auf mich zukommt. Wir bereiten uns da bestimmt noch drauf vor. Es ist zu früh sich Sorgen zu machen und die Prüfung findet zum Glück auch erst am Ende des Trimesters statt. Erstmal muss ich jetzt den schriftlichen Teil bestehen und in das neue Trimester starten… wünscht mir Glück…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze