Meine erste Kurzgeschichte als Buch

Normalerweise kommt ja Donnerstags immer ein Artikel zum dualen Studium, aber da dort ja momentan nicht so viel passiert und etwas anderes darauf wartet, erzählt zu werden, kommt heute mal ausnahmsweise ein Artikel zu einem anderen Thema. Und zwar hatte ich euch ja von dem Young Storyteller Award erzählt. Mein Buch, das an dem Wettbewerb teilnimmt, ist inzwischen bei Story.one veröffentlich und fast überall erhältlich.

Ich hatte mich ja dazu entschieden „Wenn die Geister rufen“ als Kurzgeschichte einzureichen. Die Geschichte kennt ihr ja auch von meinem Blog hier, aber das Buch ist extra anders geschrieben. Im Buch findet ihr ein vollkommen anderes Ende und die Kapitel habe ich einzeln auch ein wenig angepasst. Ich habe für das Buch einen vollkommen anderen Weg eingeschlagen, was das Genre angeht. Wer also wissen will, wie die Geschichte im Buch endet, kann es gerne nachlesen. Hier wäre der Link zu dem Buch bei Thalia. Es ist ein Hardcover Buch (was ziemlich cool ist) und kostet 14€.

Ich freue mich immer über Feedback. Wenn ihr euch also dazu entscheiden solltet, einen Blick in das Buch zu werfen, sagt mir gerne eure Meinung und bewertet es auch gerne bei Thalia oder Amazon. Ich bin schon sehr gespannt, ob das Buch eine Chance beim Wettbewerb hat. Das wäre ja zu schön. Bald ist Einsendeschluss und dann beginnt die Juri mit der Entscheidung. Spannend.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #31

Der einunddreißigste Beitrag der Woche steht vor der Tür. Ein weiteres Gedicht aus diesem Jahr, das es verdient hat als Beitrag der Woche wiederholt zu werden.

Kategorie: Gedichte
Titel: Ich warte
Veröffentlichungsdatum: 02.04.21

Wie schön wäre es,
Könnten wir uns wiedersehen.
Gut gegen Stress,
Gut für neue Ideen.
Einfach ein bisschen lachen,
Ein bisschen verrückt sein.
Ganz allgemein
All die Dinge machen,
Die wir sonst immer gemacht haben,
Vor all diesen vielen Tagen.
Mein Herz ist voller Hoffnung,
Meine Beine bereit für den Sprung.
Ich warte,
Geduld ist wohl momentan die beste Karte.
Es ist schon viel zu lange her,
Dass wir alle gemeinsam zusammen waren.
Das fällt mir wirklich ziemlich schwer,
Denn ich vermisse euch alle doch so sehr.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wenn die Geister rufen

Kapitel 13 – Ausgetrickst

Wenn die Geister rufen, Kapitel 13 – Ausgetrickst, gelesen von Lisa Koscielniak

Als Flo schließlich den letzten Schrank, der die Tür blockierte, zur Seite gezogen hatte, gingen wir am anderen Ende des Raums in Deckung. Die Metalltür war schon stark eingedellt und beim nächsten Schlag des Wesen schwang sie knallend zur Seite auf. Schwer atmend stand es jetzt im Türrahmen und starrte in den Raum. Dann lachte es wieder und ich musste mir die Ohren zuhalten, weil es in dem Raum so laut widerhallte. Dieses Lachen ging einem wirklich durch Mark und Bein. Als es wieder still wurde, lugte ich vorsichtig über die Kartonwand, hinter der wir uns versteckt hatten. Das Wesen machte keine Anstalten, den Raum zu betreten.

Dann musste ich es eben dazu bringen. Ich wollte aufstehen und dem Wesen entgegen gehen, aber Flo hielt mich zu zurück. Er sah mich eindringlich an und schüttelte den Kopf. Ich löste seine Hand von meinem Arm und versuchte zuversichtlich auszusehen. Er erkannte, was ich vorhatte, warf mir aber trotzdem einen mehr als skeptischen Blick zu. Ich stand auf und stellte mich ein Stück vor unser Versteck. Jetzt war das Zeichen, das ich gemalt hatte, genau zwischen mir und diesem Wesen. Es starrte mir genau in die Augen und ich bekam eine Gänsehaut. Dumme Idee. Das Ding macht mich platt, wenn es näher kommt. Mein Kopf versuchte, mich davon zu überzeugen, zurück zu gehen und mich wieder zu verstecken. Selbst, wenn ich es gewollt hätte, hätte ich es nicht gekonnt.

Meine Beine waren wie am Boden festgewachsen und ich konnte mich kein bisschen bewegen. Ich weiß nicht, ob das an der Angst lag, die in diesem Moment in mir aufwallte oder an der Aura dieses Wesens. Es kam immer noch nicht näher. Na toll. So einfach war es dann wohl doch nicht. Ich nahm all meinen Mut zusammen, ging einen weiteren Schritt auf ihn zu und sagte dann laut: „Hier bin ich.“ Kurzzeitig passierte nichts und dann lachte es wieder. Ich musste mich sehr anstrengen, um mir nicht wieder die Ohren zuzuhalten und mich auf dem Boden zusammen zu kauern. Keine Schwäche zeigen. Nicht jetzt. Ich hob herausfordernd mein Kinn und streckte die Arme aus. „Willst du mich nicht holen kommen? Oder kannst du das gar nicht?“, fragte ich spottend.

Jetzt hatte ich den richtigen Punkt bei ihm getroffen. Endlich schlurfte er einen Schritt nach vorne. Also weiter. „Willst dich wohl nicht mit einem Mädchen anlegen. Klug von dir, man sollte uns nicht unterschätzen. Einen wie dich mache ich doch im Schlaf fertig!“, rief ich. Er kam einen weiteren Schritt auf mich zu. Gleich stand er auf dem Zeichen. Nur noch ein kleines Stück. Auf einmal klirrte es hinter mir. Flo hatte sich gegen eines der Regale gelehnt, dass dadurch aber gewackelt hatte, wodurch eine kleine Vase runtergefallen war. Die Aufmerksamkeit des Wesens lag nun auf Flo, der vor Schreck erstarrt war. Es machte Anstalten, die Richtung zu ändern und auf Flo zuzugehen, wodurch es mein Zeichen umrundet hätte. Gar nicht gut. Das musste ich um jeden Preis verhindern.

„Hey! Wir sind noch nicht fertig“, begann ich. „Stell dich zuerst mir oder hast du zu viel Angst? Siehst auch schon aus, wie ein Angsthase. War ja klar, dass du nichts drauf hast.“ Jetzt hatte ich ihn. Er starrte wieder mich an und kam auf mich zu. Ich wich einen Schritt zurück und dann stand das Wesen genau vor mir und mitten auf dem Zeichen, das bereits zu leuchten begann. „Reingefallen“, flüsterte ich und wich weiter zurück. Das Wesen wollte hinter mir her, wurde aber von einer unsichtbaren Wand aufgehalten. Es konnte nicht mehr aus dem Bereich des Zeichens heraustreten, das nun immer heller leuchtete. Dem Wesen war das Lachen vergangen und es schrie unmenschlich laut. Gleichzeitig gab es eine wahre Lichtexplosion und ich musste mich abwenden. Einen Moment später war alles wieder still und ich traute mich, mich wieder umzudrehen.

Dort, wo vorher noch dieses Wesen gestanden hatte, stand nun nur noch eine kleine Statue in der Mitte des Kreises. Ich kniete mich hin und betrachtete die Staue genauer. Es war ein genaues Abbild unseres Gegners. Wir hatten ihn tatsächlich eingefangen. „Hat es geklappt?“, fragte Flo und kam vorsichtig näher. „Ja, sieh nur“, murmelte ich und zeigte auf die Statue. „Das gibt es ja nicht“, flüsterte er fasziniert. „Tut mir übrigens leid, das mit der Vase vorhin“, meinte er dann schuldbewusst. „Kein Problem. Es ist ja noch alles gut gegangen“, erwiderte ich. „Jetzt ist es vorbei, oder?“, fragte Flo. „Noch nicht ganz. Da oben wartet immer noch ein Teufelsdämon. Den müssen wir auch noch irgendwie loswerden“, überlegte ich. „Hast du schon eine Idee? Der wird sicher nicht auf uns hereinfallen und auch auf dieses Zeichen treten“, sagte Flo und ich nickte. „Nein, das denke ich auch. Lass uns nochmal in diesem Raum gucken, ob wir was finden können, was ihn aufhält“, meinte ich dann. In den ganzen Kartons war doch bestimmt etwas Nützliches zu finden. Da war ich mir sicher.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

2021-08-17T15:30:00

  Tage

  Stunden  Minuten  Sekunden

bis

Der Literaturpreis Wettbewerb

Mein Buch „Avessia – Die Traumweberin“ nimmt am Literaturpreis Wettbewerb meines Verlages teil. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn ihr für mich abstimmen würdet. Das Voting läuft noch bis Ende August. Momentan liege ich an zweiter Stelle. Das Buch, das momentan auf dem ersten Platz liegt, hat noch ziemlich viel Abstand zu mir. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf. Auch ich habe eine Chance.


Um abstimmen zu können, muss man sich beim Verlag anmelden. Man bekommt dann eine Bestätigungsmail. Es kann sein, dass der Link in der Bestätigungsmail nicht funktioniert. Das ist aber nicht schlimm. Man kann sich dann einfach über den Ursprungslink mit seinen Daten anmelden und abstimmen. Es wird vom Verlag auch ein kleines Buchpaket unter allen verlost, die sich anmelden und abstimmen. Das hier ist der Link zur Verlagsseite, um sich zu registrieren und abzustimmen. Jede Stimme zählt!

Wünscht mir Glück!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Auf der Suche

Gedicht: Auf der Suche, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich suche etwas.
Jeden Tag,
Unaufhörlich.
Etwas, das zu mir passt,
Etwas, zu dem ich passe.
Täglich, stündlich, sekündlich.
Manchmal ist es eine ganz schöne Last,
Wenn es sich einfach nicht finden lässt,
Wenn man denkt, dass einen das Glück verlässt.
Doch wer hat gesagt, die Suche wäre leicht?
Wer hat gesagt, das die Suche einem Spiel gleicht?
Es ist schwer,
Für manche länger, für manche kürzer,
Doch je länger man sich fragt ‚was‘ oder ‚wer‘,
Desto wahrscheinlicher wird das Finden.
Also lasst die Hoffnung nicht schwinden,
Denn es sind doch so viele noch auf der Suche.
Versuchen wir es weiter,
Jeden Tag,
Unaufhörlich,
Bis wir irgendwann stolz sagen,
Dass wir ihn/sie/es gefunden haben.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Die nächste Note

Ich hatte noch gar nicht ’so früh‘ damit gerechnet, aber es ist doch tatsächlich eine weitere Note veröffentlicht worden. Da wären es dann nur noch fünf weitere, die noch kommen müssen. Die Note, die ich jetzt bekommen habe, war mir tatsächlich recht wichtig. Es war die Note aus dieser ach so wundervollen Blockwoche, die mich echt gefordert hat. Es war die Note von meinem Wahlmodul.

Ihr erinnert euch vielleicht noch daran, dass die Blockwoche recht… zeitintensiv war. Vor allem dafür, dass das Modul ‚Zeit- und Selbstmanagement‘ zum Thema hatte. Innerhalb dieser Woche war diese Art von Management schwer einzuhalten. Normalerweise soll man regelmäßig kleine Pausen und dann auch große Pausen zwischendurch machen und so weiter. Sagen wir mal so: Ich konnte mir in dieser Woche keine Pausen leisten.

Ich bin auch immer noch davon überzeugt, dass deshalb dieses letzte Trimester das intensivste von allen war. Da zählt allerdings auch noch die ganze momentane Home Learning Situation dazu. Aber ich schweife ab. Da ich so viel Stress mit dem Modul hatte, wollte ich gerne eine gute Note bekommen. Als Prüfungsform sollten wir ja als einen Teil ein Plakat erstellen und das dann noch schriftlich als eine Art Studienarbeit ausformulieren. Letzteres war kein Problem, dafür hatten wir genug Zeit und da war der Modulinhalt auch beendet. Das Plakat war ne andere Sache.

Für die kurze Zeit ist es aber sehr gut geworden. Das zeigt auch die Note, mit der ich sehr zufrieden bin. Die Lehrenden waren gnädig und darüber bin ich sehr froh. Jetzt kann ich das Ganze abhaken und beruhigt auf den Rest warten.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Beitrag der Woche #30

Applaus für den dreißigsten Beitrag der Woche. Eine weitere große Zahl ist erreicht. Auch dieses Mal ist es wieder ein Gedicht aus 2021. Ein Gedicht über die Nacht.

Kategorie: Gedichte
Titel: Wenn die Nacht hereinbricht
Veröffentlichungsdatum: 16.04.21

Und immer, wenn die Nacht hereinbricht,
Wird alles ganz leise,
Auf eine Weise,
Die Geheimnisvolles verspricht.
Dunkelheit breitet sich aus
Und Schatten werden größer.
Poltergeister kommen heraus
Und alles wirkt auf einmal angsteinflößender.
Geräusche hallen durch das Haus,
Die man vorher nie gehört hat.
Alle Lichter sind jetzt aus
Und es finden unheimliche Dinge statt.
Schnell, verstecken wir uns unter der Decke
Und wickeln uns ein,
Dann kann kein Geist zu uns herein,
Denn jeder weiß: Das ist eins der besten Verstecke.
Diese Zeit gehört den Wesen der Nacht,
Lassen wir sie einfach spuken,
Während wir zu schlafen versuchen,
Bis der neue Morgen erwacht.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wenn die Geister rufen

Kapitel 12 – Schwarze Magie

Wenn die Geister rufen, Kapitel 12: Schwarze Magie, gelesen von Lisa Koscielniak

Langsam schlichen wir weiter voran und kamen an der Treppe an, die die Geister uns beschrieben hatten. Zum Glück war es diesmal eine Steintreppe und wir mussten nicht darauf achten, ob es knatscht. Wir schlossen die Tür möglichst leise hinter uns und gingen hinunter. Da hier keine Fenster waren, trauten wir uns diesmal, das Licht anzuschalten. Ohne Taschenlampen oder andere Lichtquellen wäre es auch viel zu dunkel gewesen. Ein langer, weiß gestrichener Gang lag vor uns. Ab und zu flackerte das Licht und sorgte für die perfekte Horrorstimmung. Echt gruselig. Vor allem, wenn man gleichzeitig noch verfolgt wird.

„Das hier müsste die richtige Tür sein“, flüsterte Flo. Gerade als er sie öffnen wollte, hörten wir ein leises Quietschen und dann Schritte. Jemand ging die Treppe runter. Dann ertönte wieder dieses Lachen und dröhnte in meinen Ohren. Flo öffnete die Tür und zog mich hinein. „Ich verbarrikadiere die Tür und du liest in diesen Büchern nach, was wir tun können“, meinte er dann und begann bereits damit, einen Schrank vor die Tür zu ziehen. Ich nickte und ging zu dem Bücherregal. Hinter welchem Buch war der Schalter noch gleich? Hatten die Geister das überhaupt gesagt? Egal, die Reihe ist wichtig. Welche war es?

Ich war mir ziemlich sicher, dass es eine der unteren Reihen war, also begann ich die Bücher von unten nach oben aus dem Schrank zu ziehen. Bei der zweiten Buchreihe von unten wurde ich fündig. Die war es also. Ungefähr in der Mitte befand sich ein kleiner Knopf. Ich drückte ihn und tatsächlich schwang das Bücherregal kurz darauf zur Seite. Dahinter lag ein kleiner Raum, der voller Kartons war. Außerdem waren überall Spinnweben und Staub. Hier war schon lange Zeit niemand mehr gewesen. Ich wollte den Raum gerade betreten, als jemand gegen die Tür hämmerte. Ich sah zu Flo, der sich angestrengt dagegen lehnte. „Beeil dich, los! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er hier reinkommt“, rief er mir zu.

Ich betrat den Raum und öffnete den ersten Karton. Fehlanzeige. Da waren nur irgendwelche Zutaten und Kleinkram drin, aber keine Bücher. Außerdem roch es daraus sehr streng. Schnell stellte ich den Karton zur Seite und widmete mich dem nächsten. Der vierte Karton, den ich öffnete, war tatsächlich mit Büchern gefüllt. Schnell scannte ich die Titel ab. „Was dauert denn da so lange?“, fragte Flo. „Das ist gar nicht so einfach“, rief ich zurück und blätterte durch die Bücher. ‚Alles wissenswerte über schwarze Magie‘. Das hörte sich vielversprechend an. Ich schlug das Buch auf und sah mir das Inhaltsverzeichnis an. Eines der Kapitel hieß: ‚Gegenflüche, Heilmittel und andere Wege der Magie‘. Das könnte es sein.

Ich blätterte zu dem Kapitel und überflog die Sätze. Flüche brauchte ich nicht. Heilmittel hörten sich auch nicht richtig an. Der Teil mit den anderen Wegen der Magie schien schon eher in die richtige Richtung zu gehen. Die schwarze Magie war nicht die einzige, die es gab. Es war nur eine Möglichkeit, um möglichst schnell Macht zu erhalten. Es gab aber noch andere Möglichkeiten, die keine dämonischen Kräfte beinhalteten. Im Buch war ein Symbol abgebildet, das böse Wesen einsperren und versiegeln konnte. Man musste es mit weißer Kreide auf den Boden zeichnen. „Und wie sieht es aus?“, fragte Flo in diesem Moment. „Ich glaube, ich habe da was gefunden, aber ich brauche Kreide. Du musst ihn noch einen Moment aufhalten“, antwortete ich und kramte in den Kartons mit den Utensilien. „Na toll“, entgegnete er und seufzte.

Ich suchte eine Weile herum und fand dann die gesuchte Kreide. Schnell ging ich in die Mitte des Raums, räumte ein wenig Krimskrams zur Seite und begann dann das Zeichen aus dem Buch abzumalen. „Wir haben Glück, dass das hier im Keller Metalltüren sind. Die Tür hier ist zwar schon gut eingedellt, aber noch hält sie“, sagte Flo. „Sehr gut. Ich brauche nur noch einen Moment“, murmelte ich und war darauf bedacht, meine Zeichnung nicht zu verwischen, während ich die letzten Linien zog. „So, das müsste es sein“, meinte ich dann und betrachtete mein Werk. „Echt? Müsste das nicht leuchten oder irgendwie magisch aussehen?“, fragte Flo skeptisch. „Nein, ich glaube nicht. Du kannst ihn jetzt reinlassen“, antwortete ich. „Was? Ist das dein Ernst?“, fragte er entsetzt. „Das Zeichen hier soll ihn einfangen, er muss nur drüber laufen“, erklärte ich. „Na, hoffentlich klappt das“, murmelte Flo und begann die Tür frei zu räumen. Es musste einfach funktionieren. Sonst wäre es das Ende. Mein Ende.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

2021-08-10T15:30:00

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  Stunden  Minuten  Sekunden

bis

Kapitel 13

Freie Zeit

Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte ich jetzt meine letzten ‚Ferien‘. Es sind ja keine richtigen Ferien, aber es kommt dem Ganzen schon sehr nah. Deshalb bin ich gleichzeitig irgendwie wehmütig und erleichtert. Ich bin noch so sehr in diesem Schulsystem drin, dass es sich echt merkwürdig anfühlt, das alles bald nicht mehr zu haben. Keine Prüfungen, kein Lernen und vor allem keine Hausaufgaben. Ich mag es eigentlich in der Schule zu sein. Ich hatte viel Glück, was meine Schullaufbahn angeht. Meistens nette Lehrende und auch nette Mitschüler*innen. Ich bin eigentlich ganz gut zurecht gekommen. Meistens so im guten durchschnittlichen Bereich. Inzwischen sogar öfters mal besser.

Trotzdem weiß ich noch nicht, ob ich den Master machen würde. Die Vorstellung gefällt mir irgendwie, es schreckt mich aber auch ein wenig ab. Ich denke, es dauert noch ein wenig, bis ich eine Entscheidung treffen kann. Ob ich es wirklich will und kann. Erstmal werde ich ein paar Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln und mich dort orientieren. Vielleicht ein wenig Selbstvertrauen dazugewinnen und neue Freundschaften mit Kollegen*innen schließen. Und natürlich weiterschreiben und gucken wie es da so läuft und ob ich mehr daraus machen kann.

Ich schwanke immer noch zwischen einem ganz guten Gefühl und dieser Angst vor dem ‚Unbekannten‘. Aber das wird schon. Momentan bin ich in der Phase der positiven Einstellung. Also alles gut. Ich werde mal versuchen, die freie Zeit zu nutzen, um ein paar Projekte zum Laufen zu kriegen. Könnte ganz interessant werden. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Der Klang der Liebe

Gedicht: Der Klang der Liebe, gelesen von Lisa Koscielniak

Ihr seid wie Musik,
Sanfte Klänge,
Die gemeinsam ein Stück ergeben,
Durch das ich immer höher flieg.
Man kann es nicht sehen,
Dieses Stück und seine Noten,
Denn es gehört nur uns,
Begleitet uns, wenn wir weitergehen.
Wird immer erweitert,
Jeder bringt etwas Neues dazu,
Sodass es immer anders ist,
Ein Stück, das man niemals mehr vergisst.
Auch Vergangenes klingt dabei mit,
Ruft Erinnerungen wach.
Verbunden mit den neuen Teilen,
Ergibt es ein Ganzes so nach und nach.
Welch wundervolle Melodie,
So chaotisch, wild und voller Magie.
Voll von Gefühlen, voll von uns:
Ein Klang der Liebe,
In dem ich mich hin und her wiege.
Ein Klang, durch den wie ich find,
Wir alle miteinander verbunden sind.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze