Das läuft doch!

Und da bin ich wieder und habe die neuesten News im Gepäck! Die erste Prüfung in diesem Trimester ist erledigt und das auch noch gut. Ich bin sehr zufrieden. Das lief tatsächlich alles viel besser, als ich gedacht hatte. Ich war vorher sehr aufgeregt, weil es erst um 13:40 Uhr für mich losging und habe versucht mich etwas abzulenken. Ich bin echt froh, dass ich als Zweite dran war und nicht erst gegen 17 Uhr oder so. Das wäre echt nochmal ne Nummer schlimmer gewesen. Ich war so schon aufgeregt genug. Das Warten ist ja immer das Schlimmste…

Dann war es endlich so weit und die Prüfung ging los. Das war echt ne Erfahrung für sich. Ich habe meinen Bildschirm geteilt und konnte danach weder mich, noch den Professor sehen. Ich habe einfach geredet und geredet. Es ist echt merkwürdig keinerlei Reaktionen zu sehen, keine Mimik oder so. Hört er mir jetzt noch zu? Ist die Verbindung vielleicht abgebrochen? Bin ich zu schnell? Kann man mich gut verstehen? All diese Gedanken gingen mir zwischendurch durch den Kopf. Es hat sich zum Glück herausgestellt, dass alles gut geklappt hat. Ich war wohl doch nicht so schnell, wie ich gedacht hatte…

Ich habe sehr positives Feedback zu meinem Vortrag bekommen und bin tatsächlich auch ziemlich stolz darauf. Ich habe ein wirklich gutes Gefühl. Wie immer waren die Sorgen vorher ganz umsonst. Dennoch werden sie dann bei der nächsten Prüfung wiederkommen. So bin ich eben. Erstmal ne Menge Sorgen machen. Mein Gefühl wird aber wohl ein besseres sein. Mein Selbstbewusstsein ist jetzt auf jeden Fall wieder etwas gestiegen. Das ist doch auch schon mal ne gute Sache!

Ansonsten arbeite ich momentan fleißig an meiner Bachelorthesis und formuliere meine Ideen. Ich will das Exposé für die Bachelorthesis am liebsten diese Woche fertig bekommen. Dann kann ich es nämlich meiner Wunschprüferin schicken. Danach heißt es dann Daumen drücken, dass sie mich nimmt. Ich halte euch da auf jeden Fall auf dem Laufenden. Bin selbst schon ganz gespannt! Mit etwas Glück kann ich euch dann im nächsten Artikel schon mehr dazu berichten.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Poetry Slam Text: Zuhören

Poetry Slam Text: Zuhören, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich höre auf mein Herz. Auf das Herz zu hören ist immer gut. Das Herz weiß, was man wirklich will. Man sagt oder macht Dinge, die man von der Logik her normalerweise niemals gemacht hätte. Doch so entstehen die schönsten Situationen. Manchmal muss man erst lernen auf sein Herz zu hören. Muss erst lernen es zu verstehen. Was bedeutet es, wenn sich das Herz vor Glück zusammenzuziehen scheint? Was bedeutet es, wenn es auf einmal ganz schnell schlägt? Was soll ich dann machen? Was soll mir das sagen? Es ist nicht immer leicht zu wissen, was man tun soll. Das Herz kann einem Möglichkeiten aufzeigen, aber am Ende muss man immer selbst entscheiden. Höre ich nun auf meinen Herz?

Ich höre auf meinen Verstand. Dann kann mir nichts passieren. Das sind immer sichere und durchdachte Möglichkeiten, für die ich mich entscheiden kann. Kein Vielleicht, kein Gefühl. Reine Logik, die den Ton angibt. Doch der Verstand kann nicht alles. Wenn man immer auf Nummer sicher geht, dann erlebt man auch nicht viel, macht keine neuen Erfahrungen. Es ist zwar logisch zu lernen und etwas für die Schule zu machen, aber man könnte ja auch nach draußen gehen! Mein Verstand rät mir etwas, aber mein Herz will etwas anderes. Was mache ich denn jetzt?

Ich höre auf meinen Atem. Wie langsam er ist, wie kontrolliert. Vollkommen entspannt. Abwartend. Die Lungen füllen sich mit frischer Luft und man fühlt sich so lebendig wie noch nie. Ich achte auf jeden einzelnen Atemzug. Mal zieht man die Luft tief ein, mal atmet man ganz flach. Manchmal ist es, als wäre da ein Stein auf der Brust, manchmal ist man ganz frei.

Ich höre auf mein Gefühl. Das ist zwar vage, doch häufig richtig. Ich kann mich meist auf mein Gefühl verlassen. Ich kann abwägen, mich dann entscheiden. Ich habe da so ein Gefühl. Ich muss es nur deuten. Wohin geht die Reise? Was will es mir sagen? Lieber nach links gehen, nach rechts oder doch geradeaus.

Ich höre zu. Was sagt mein Herz, was mein Verstand, mein Atem und mein Gefühl? Ich höre ihnen ganz genau zu, entscheide mich erst danach. Auf wen höre ich heute? Wie entscheide ich mich diesmal? Jedes mal aufs Neue, versuche ich die richtige Entscheidung zu treffen. Dabei weiß man doch nie, was am Ende richtig oder falsch ist, oder? Ob es überhaupt ein richtig oder falsch gibt? Wenn wir richtig zugehört haben, dann kennen wir die Antwort auf jede Frage, wissen wie wir uns entscheiden müssen, um es nicht zu bereuen. Zuhören zu können, ist der Schlüssel. Die Zeichen zu erkennen, die man sich selbst gibt. Also formuliere ich neu: Ich höre auf mich selbst.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Die Ferien

Ferien! Das einzigwahre Lieblingswort. Ferien bedeuten freie Zeit, Ausschlafen und Urlaub. Normalerweise jedenfalls. Ich darf behaupten, dass die Ferien eines Prüflings gerne auch mal etwas anders aussehen. Immerhin rückt das Abitur oder die eine oder andere Prüfung immer näher und eigentlich muss man dafür in den Ferien lernen. Eigentlich. Ja, nicht immer kann man sich dazu aufraffen zu lernen. Ist ja auch mehr als verständlich. Es sind ja Ferien und morgen ist auch noch ein Tag! Aufschieben ist aber auch nicht immer das Richtige. Im Endeffekt muss man dadurch nur noch mehr und noch gestresster lernen. Oder eben gar nicht, das kommt auf eure Einstellung an. Gehen wir aber mal vom normalen 08/15 Prüfling aus. Dieser wird einen ganz schönen Schreck bekommen, wenn auf einmal doch schon Klausurenphase ist und er noch überhaupt nichts gelernt hat und die Wochenenden natürlich schon ausgebucht sind.

So eine Situation könnte vermieden werden. Jedoch heißt das, dass man Zeit in den Ferien dem Lernen oder dem Lernzettel schreiben opfern muss. Ich weiß, das ist nicht leicht, aber man muss manchmal den inneren Schweinehund besiegen, um ein gutes Ergebnis mit möglichst wenig Stress zu erzielen. Folglich ändert sich nun die Struktur der Ferien. Zuerst Lernzettel schreiben, die schonmal etwas länger werden können. Danach darf man sich eine kleine Pause gönnen und dann muss man das Ganze natürlich auch noch auswendig lernen. Das kann einen Prüfling schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es bei mir bis jetzt immer geklappt hat und das ganze Meckern und Beschweren viel zu übertrieben war. Es geht immer noch eine Stufe schlimmer!

Ich kann euch aber auch beruhigen: Ihr könnt in den Ferien noch andere Sachen machen und müsst nicht die ganze Zeit pauken. Es ist auch nur ein kleiner Rat von mir. Wenn man früh anfängt, dann hat man dafür am Ende mehr Zeit und fühlt sich etwas besser. Bei mir hat es immer sehr gut funktioniert. Und ich hatte wirklich immer noch ziemlich viel Freizeit.

Man sollte immer Zeit für sich selbst einplanen, denn zu viel zu lernen, ist auch nicht gut, nicht wahr? Das richtige Maß zu finden, ist hierbei das Schwierige. Egal, wie man jetzt die Ferien plant oder verplant: Es ist immer noch die schönste Zeit für einen Prüfling und daran ändert sich auch in der Oberstufe nichts! Ach ja, die Ferien… wer hätte sie nicht gerne wieder?

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Ausflüge und Essen… sehr viel Essen

Wir waren das Wochenende in einem wirklich wunderschönen Hotel. Solche Ausflüge kommen ja doch eher selten vor, deshalb war es wirklich etwas besonderes. Und dann noch dieses Essen! Ich kriege jetzt schon wieder Hunger, wenn ich nur daran denke! Dabei dachte ich, ich könnte nie wieder etwas essen, weil ich soo viel gefuttert habe. Das war echt krass. Aber super lecker! Der Ausflug zu diesem Hotel hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich bin ja eigentlich nicht diejenige, die gerne etwas unternimmt oder so. Ich bleibe halt lieber zuhause, aber deshalb war es auch noch schöner. Eben etwas Besonderes. Ich weiß, dass ich öfter rausgehen sollte… aber zuhause ist es halt am Schönsten!

Jetzt aber wieder zurück zu den wichtigen Dingen: Essen! Kennt ihr Hut Essen? Wenn nicht, dann probiert das auf jeden Fall mal aus. Das ist wirklich unglaublich entspannt. Man kann es ein wenig mit Raclette vergleichen. Man hat so einen Hut vor sich, der an den Seiten so kleine Haken hat, an denen man Essen aufhängen kann. Unter dem Hut brennt dann ein kleines Feuer und heizt alles auf. In die Krempe von dem Hut kann man dann noch Brühe gießen und ein paar Kartoffeln reinlegen. Ich sage euch, das ist unglaublich lecker! Entspannt ist es, weil man ganz in Ruhe immer mal wieder was an den Hut hängt und es dann erstmal braten lässt. Das entzerrt alle sehr schön. Ist wirklich einen Versuch wert!

So kleine Ausflüge am Wochenende oder so sind wirklich schön. Ob es nun eine Fahrrad Tour, ein Spaziergang oder was anderes ist. Gemeinsam etwas zu unternehmen, hilft meist dabei abzuschalten. Manchmal hilft es auch dabei Entscheidungen zu treffen oder sich über einige Dinge klar zu werden. Einen freien Kopf zu bekommen. Ein wenig nachzudenken.

Ich muss jetzt auf jeden Fall erstmal verdauen. Ich bin irgendwie etwas kaputt und gleichzeitig entspannt. Ziemlich faszinierend. Ich freue mich auch wieder zuhause zu sein. Habe ja auch noch einiges vor! Zeit durchzustarten! Eine Bachelorthesis wartet darauf von mir formuliert zu werden!

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Hey!

Gedicht: Hey!, gelesen von Lisa Koscielniak

Hey, lass uns im Regen tanzen,
Die Welt vergessen,
Sie gedanklich ganz verlassen
Und den Augenblick genießen.
Der Wind frischt auf,
Komm, rennen wir dagegen an!
Wer Erster wird,
Bei diesem windigen Lauf,
Der heißt dann: Der, der gegen den Wind gewann.
Siehst du die Pfütze da drüben?
Wer kann das Wasser mehr aufwirbeln?
Springen wir rein,
Finden wir es heraus!
Guck mal, da liegt ein Stein,
Wetten ich kann ihn besser über Pfützen
Flippen lassen?
Ey, ich kann es gar nicht fassen!
Ein Regenbogen steht am Himmel,
Seine Farben spiegeln sich im Wasser.
Wer als Erstes den Goldtopf sieht
Und ihn dem Kobold stiehlt,
Darf ihn behalten.
Egal, wie schwer das Abenteuer auch ist,
Mit dir schaffe ich einfach alles,
Schwimme durch Meere,
Kletter‘ auf Gebirge.
Du brauchst mich? Ich bin hier!
Hey, ich gehe bis ans Ende der Welt mit dir.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Erste Schulwoche: Check!

Und schon ist die erste Unterrichtswoche vorbei! Endlich wieder ein bisschen was Interessantes zum Erzählen! Jetzt geht’s richtig los! Die Woche lief ziemlich gut und es hat alles besser geklappt, als ich dachte. Die Technik hat meistens mitgespielt und der Stundenplan war noch recht entzerrt. Ich kann mich nicht beschweren.

Nächste Woche geht es auch noch. Allerdings habe ich da auch schon meine erste Prüfung. Das heißt, wenn ihr diesen Artikel hier lest, habe ich sie sogar schon gehabt. Ich bin schon total aufgeregt! Wünscht mir Glück!

Ich bleibe dabei, dass ich nicht für Video Konferenzen geschaffen bin. Die sind wirklich unangenehm und ich habe das Gefühl, dass die Hälfte des Jahrgangs ihre Kameras einfach nicht anmacht. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, habe mir aber vorgenommen, selbst nur in schlimmen „meine-Haare-sitzen-aber-heute-gar-nicht“ Notfällen die Kamera auszuschalten. Mal sehen, ob ich das auch so durchziehe.

Wir haben auf jeden Fall schon ordentlich Hausaufgaben bekommen und ich bin schon wieder voll im online Hochschulalltag angekommen. Ging tatsächlich recht schnell. Man gewöhnt sich echt flott an alles. Ich bin auch immer noch motiviert und am Ball. War ja aber auch erst die erste Woche. Wenn ich da schon meine Motivation verloren hätte, wäre das kein so gutes Zeichen.

Es wurde tatsächlich auch schon einiges zur Bachelorthesis erzählt. Das kommt jetzt alles mit großen Schritten auf uns zu. Ich hatte das Thema gar nicht mehr so sehr im Kopf. Bis jetzt. Jetzt vergesse ich es erstmal nicht mehr. Dass es so schnell losgeht, hätte ich auch nicht erwartet. Ich habe schon fast das Gefühl, dass ich mich beeilen muss. Nach meiner Prüfung werde ich dann mal anfangen meine Gedanken zu dem Thema zu sortieren. Dann wird das schon.

Alles läuft gut an und ich bin schon gespannt auf nächste Woche. Wer weiß, was da wieder für neue Informationen kommen. Mal abwarten…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Poetry Slam Text: Momentaufnahmen

Poetry Slam Text: Momentaufnahmen, gelesen von Lisa Koscielniak

Kies knirscht unter meinen Füßen. Leichter Wind lässt die Blätter der Bäume verheißungsvoll rascheln. Die Sonne ist heute besonders warm und verteilt ihr goldenes Licht auf der Erde. In der Nähe plätschert ein kleiner Bach vor sich hin. Bei näherem Hinsehen, erkenne ich kleine Fische, die gegen die Strömung schwimmen, ein paar Insekten, die sich auf der Wasseroberfläche ausruhen und sogar ein Rotkehlchen, das im seichten Wasser sein Gefieder putzt.

Ein großer Tisch. Um ihn herum stehen viele Stühle. Der Tisch scheint sich beinahe vor Essen zu biegen. Frische Brötchen, Aufstrich, Käse, Wurst und viele Eier. Salat, Brot und sogar Kartoffeln. Hier wurde groß aufgetischt. Die Familie kommt zum Frühstück vorbei. Da darf es an nichts fehlen. Für jeden Geschmack ist was dabei. Da wird auch wirklich jeder satt. Draußen auf der Terrasse riecht es bereits nach frisch aufgebrühtem Kaffee. Ein paar Wespen schauen schon vor den eigentlichen Gästen vorbei und suchen nach ein paar Leckereien. Im Hintergrund hört man leise Jazz Musik, die von ihrem Summen begleitet wird.

Es klingelt. Langsam trudeln alle ein und setzen sich nach einer aufgeregten Begrüßung an den Tisch. Jeder hat viel zu erzählen, man kommt kaum zum Essen. Dafür bleibt mehr für unsere fliegenden Gäste. Schon aus der Ferne hört man lautes Gelächter. Alte Familiengeschichten werden ausgepackt und Erinnerungen an alte Zeiten aufgefrischt. Mit jedem Mal werden die Geschichten besser und detaillierter. Familiengeschichten dürfen auf keinem Treffen fehlen.

Ein Restaurant. Sonst ist es dort immer still, aber heute ist es gefüllt mit Leben. Ein paar Freundinnen feiern dort zusammen. Sie feiern weder das Ende des Schuljahres, noch einen Geburtstag. Sie feiern ihre Freundschaft. Alle sind aufgeregt. Alle sind hungrig. Schnell wird das Essen bestellt und dann wird geschnackt. Lautstark wird gekichert, das ganze Restaurant wird unterhalten. Jeder hat heute gute Laune, das sollten wir öfter machen.

Jede Situation, jede Erfahrung. Momentaufnahmen unseres Lebens. Magische Momente, glückliche Momente, prägende Momente. Momentaufnahmen, die wir nie vergessen. Als Bilder in unserem Kopf gespeichert, denken wir immer wieder gerne zurück. Polaroid Bilder an einer Schnur, ausgeleuchtet durch eine Lichterkette. Familie, Freunde, alle sind vertreten. Wie gerne gehe ich gedanklich an diesen Bildern vorbei. Gehüllt in große, kitschige, goldene Rahmen. Im Zentrum meiner Galerie. Ihr seid meine liebsten Momentaufnahmen.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Wer koordiniert eigentlich alles?

Hat sich jemand für deine Arbeit bedankt? Natürlich nicht, es sind Prüflinge in ihrem Spezialgebiet: Meckern und dickköpfig jedem Kompromiss entgegen stehen.

Lisa Koscielniak

Ein Prüfling kann ganz schnell mal durchdrehen und alles furchtbar finden, was gerade passiert. Manchmal schlägt man über die Stränge, beschwert sich oder bringt sehr gut Lehrer zur Verzweiflung. Es wird Koordinierung benötigt, um zu zeigen, wo es lang geht! Das ist nur leider nicht so einfach. Es gilt das Motto: Jeder ist sein eigener Chef. Einen Prüfling zu koordinieren ist eine schwierige Aufgabe. Der lässt das nämlich meistens nicht so einfach zu. Es gehört viel Geduld und Fleißarbeit dazu, wenn man sich durchsetzen will. Das kann nicht jeder. Wir sind nun mal eben alle Dickköpfe und lassen uns nicht so leicht von den Dingen, die wir uns in den Kopf gesetzt haben, abbringen.

Wer wird aber nun Kurssprecher? Wer koordiniert die ganzen Komitees? Wer wird Jahrgangssprecher? Meist zählen hierbei Schnelligkeit und Popularität. Nehmen wir mal an, dass du eine der oben genannten Stellen ergattert hast. Jetzt bist du verdammt stolz oder? Natürlich, aber das Ganze wird sich als schwieriger herausstellen, als du geglaubt hast. Zuerst wird das Jahrgangsgeld nicht von allen bezahlt, du musst allen hinterher rennen und eventuell sogar noch deinen eigenen Komitee Partnern in den Hintern treten, weil da irgendwas nicht klappt. Dazu kommen noch Streitereien im Gruppenchat über Lappalien, die ihr eigentlich schon längst geklärt hattet: Zum Beispiel der Ort der Abiparty oder der Zeitpunkt zum Abgeben bestimmter Dinge. Die Arbeit, die du reinsteckst, wird nicht so gewürdigt, wie du dir das vorgestellt hast. Mit viel Mühe hast du eine Umfrage erstellt, die zwei Mal manipuliert wurde und deren Ergebnis in dem Gruppenchat lautstark kritisiert wurde. Hat sich jemand für deine Arbeit bedankt? Natürlich nicht, es sind Prüflinge in ihrem Spezialgebiet: Meckern und dickköpfig jedem Kompromiss entgegen stehen.

Einen Jahrgang unter Kontrolle zu bringen und effektiv Dinge zu organisieren ist nicht leicht. Das habe ich auch schon unter dem Thema „Organisation“ gesagt. Prüflinge können schnell fies werden und dich bis in die Unendlichkeit nerven. Aber irgendwie macht sie das auch liebenswürdig. Sie sind eben etwas ganz besonderes und je nach Tageslaune können sie ihre gute oder eben ihre schlechte Seite zum Ausdruck bringen. Irgendwie kommt man immer zu einer Lösung und wenn du eine organisatorische Position hast, kann ich dir nur raten einfach weiter zu machen und die Beschwerden getrost zu ignorieren. Am Ende werden sie dankbar sein und darüber staunen, was du mit deinen Kollegen geschafft hast. Natürlich würden sie ihre Fehler nie eingestehen, aber du wirst es ihnen ansehen. An einem nervösen Zucken des Auges oder ihrer Mimik. Dann weißt du, dass deine Arbeit nicht umsonst war. Du hast es zum Schluss doch noch geschafft: Du hast diesen unkontrollierbaren Haufen koordiniert!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Manchmal sind es die kleinen Dinge…

Vermeintlich kleine Gesten können eine so große Auswirkung haben. Jeden Tag werden uns solche kleinen Gesten entgegengebracht. Ich glaube nur, dass wir verlernt habe, sie alle wahrzunehmen.

Lisa Koscielniak

Es ist unglaublich, wie sehr es die Laune verbessern kann, wenn ein Paket kommt, das man bestellt hatte oder jemand einem aufmunternde Nachrichten schreibt, mit denen man nicht gerechnet hatte. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Freude über etwas, das man sich gekauft hat, insgesamt drei Monate anhält. Ich glaube gerne, dass das stimmt. Ich hatte mir zum Beispiel Snacks bestellt und immer, wenn ich jetzt den Karton sehe, bekomme ich gute Laune. Nichts geht über leckeres Essen!

Und dann kam letzte Woche noch ein „Paket“ an. Es war eigentlich eher ein Brief. Einer, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Eine Kommilitonin von mir, hat mir eine super süße Karte geschrieben und eine Packung Schokolade geschickt, weil ich diese Woche meine erste Prüfung habe. Eine unglaublich herzerwärmende Geste. Die Karte werde ich mir an die Wand hängen. Dann habe ich immer einen Grund zu lächeln. Ich bin immer noch ganz gerührt davon. Wenn die Prüfung jetzt nicht gut wird, weiß ich auch nicht. Ich danke dir von ganzem Herzen Julia. Du bist einfach unglaublich!

Gerade diese Kleinigkeiten, die kleinen Gesten, sind es, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Fremder, der dich anlächelt und nicht einfach nur auf den Boden guckt, ein Paket auf das du schon lange gewartet hast, ein Stück Kuchen, das du dir ausnahmsweise mal beim Bäcker gegönnt hast, eine Nachricht von jemandem, den du schon lange nicht mehr gesehen hast oder einfach nur jemand, der an dich denkt.

Vermeintlich kleine Gesten können eine so große Auswirkung haben. Jeden Tag werden uns solche kleinen Gesten entgegengebracht. Ich glaube nur, dass wir verlernt habe, sie alle wahrzunehmen. Wir konzentrieren uns viel zu sehr auf das Negative. Dabei zieht das einen nur runter. Es ist Zeit das zu ändern!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Zeit

Gedicht: Zeit, gelesen von Lisa Koscielniak

Die Zeit vergeht so schnell,
Die Nacht ist gerade angebrochen
Und schon wird es wieder hell.
Nur ein kurzer Augenblick,
Dann ist wieder ein Jahr vorbei.
Neujahr, es wird sich viel versprochen,
Das neue Jahr wird gut,
Das neue Jahr wird besser.
Redet ihr noch lange,
Dann ist es schon bald zu Ende.

Also macht nicht nur Vorsätze,
Nicht nur Versprechen.
Löst sie auch ein,
Tretet in Aktion,
Sonst wird es nächstes Jahr wieder das Gleiche sein.
Zeit.
Als Kind scheint das Erwachsensein noch so weit
Und dann ist es auf einmal da.
Sieh, es schneit,
Dabei hatten wir gerade erst Sommer.
Wow, bist du groß geworden,
Als ich dich das letzte Mal sah,
Warst du noch so klein.
Wie schnell ist die Zeit vergangen?
Weißt du, es ist doch wahr,
Was uns unsere Eltern damals erzählten:
Die Zeit ist unendlich kostbar.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

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