Montag bis Freitag

Gedicht: Montag bis Freitag, gelesen von Lisa Koscielniak

Montag.
Früh aufstehen nach dem Wochenende,
Das fällt schwer.
Wie von selbst steht man auf,
Der Kopf ist leer,
Doch man kennt die Routine.
Schon der dritte Gähner,
Doch man nimmt ihn in Kauf
Und macht einfach weiter.
Es ist halt ein Montag,
Immer dieselbe Leier.

Dienstag.
Der Montag ist geschafft,
Erste Herausforderung beendet,
Schlimmster Tag vorbei.
Keine Sekunde wird verschwendet,
Heute ist man besser drauf.
Ein Gähner weniger,
Da waren es nur noch zwei
Und die Woche schreitet voran.

Mittwoch.
Mitte der Woche,
Ein großes Ziel.
Ist das geschafft,
Braucht es nicht mehr viel.
Heute schafft man Morgens schon ein Lächeln,
Freut sich etwas mehr,
Das Wochenende nähert sich,
Man leistet sich kein Schwächeln.
Das Aufstehen fällt schon nicht mehr so schwer.

Donnerstag.
Die Zeit geht so schnell vorbei,
Kann das wirklich sein?
Es fühlt sich noch gar nicht so an,
Doch schon stolpert man in den Donnerstag rein!
So langsam wird es ernst,
Es ist noch so viel zu erledigen,
Ob ich noch einen guten Abschluss finden kann?

Freitag.
Welch Musik in meinen Ohren!
Kaum beginnt die Woche,
Ist die sie auch schon vorbei.
Nur noch den Rest erledigen
Und dann ab nach Hause.
Erstmal ausruhen und dann,
Fängt alles wieder von vorne an!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

WG Leben

Es gibt immer Vor- und Nachteile. Egal, ob man nun alleine wohnt oder mit anderen zusammen.

Lisa Koscielniak

Ich habe schon erwähnt, dass ich eine Zeit lang in einer WG gelebt habe. Heute möchte ich etwas mehr darüber erzählen. Von dem ersten Tag und dem Umzug wisst ihr ja schon (falls nicht, schaut doch mal hier vorbei) und deshalb starte ich einfach frei heraus.

Ich weiß noch, dass ich mit einer Kommilitonin über Video Chat gesprochen hatte, weil wir checken wollten, ob wir harmonieren. Das hat auch alles funktioniert und wir waren uns sympathisch. Den Dritten im Bunde, habe ich dann erst vor Ort kennengelernt. Das war alles eine wirklich aufregende Zeit. Am Ende hatten wir sogar noch ein paar tierische Mitbewohner. Und ich meine jetzt nichts Ekeliges, sondern einfach nur Haustiere. Und zwar Katzen. Obwohl wir auch eine Zeit lang ein Fliegen Problem hatten, aber naja… darum geht es jetzt nicht…

In einer WG zu wohnen, ist wohl das Typischste, was man als Student machen kann. Ich denke, dass es mir sehr gut getan hat und ich bin wirklich froh, dass ich über die Zeit nicht alleine war. Am aller Besten war es, wenn wir gemeinsam gegessen haben und uns einfach nur unterhalten haben. Das war entspannt und ich habe mich dabei immer sehr wohl und willkommen gefühlt. An solchen Abenden war ich immer sehr glücklich.

Am Anfang war ich etwas unsicher, weil ja auch ein Junge mit in der Wohnung war, aber das hat sich auch schnell gelegt. Ich denke unsere WG hat gut funktioniert. Ich gebe aber auch zu, dass es ganz cool ist jetzt eine eigene, kleine Wohnung zu haben. Vor allem ein eigenes Badezimmer hat so seine Vorteile.

Es gibt immer Vor- und Nachteile. Egal, ob man nun alleine wohnt oder mit anderen zusammen. Ich selbst bin sehr froh, dass ich jetzt WG Erfahrungen und ich nenne es jetzt mal „Alleine-Wohn-Erfahrungen“ machen konnte. Je nach dem, wie man drauf ist, gefällt einem wahrscheinlich das eine oder andere besser. Wie gesagt: Es gibt immer positive und negative Seiten. Es kommt nur drauf an, wie man was gewichtet. Und dann sieht man weiter.

Zeit für meine berüchtigte Ansprache am Ende: Es ist alles immer aufregend, keine Frage, aber probiert es ruhig aus. Ihr könnt mindestens aus euren Erfahrungen lernen und vielleicht gefällt es euch ja sogar. Man weiß ja nie…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Poetry Slam Text: Steine

Poetry Slam Text: Steine, gelesen von Lisa Koscielniak

Jeder Mensch geht seinen Weg. Alle Wege haben Abzweigungen, keiner geht nur geradeaus und jeder trägt etwas mit sich. Wenn man genau hinsieht, dann kann man es erkennen: Einige gehen aufrecht, andere gehen gebückt und manche kriechen nur noch, um vorwärts zu kommen. Vielleicht bleibt auch mal jemand liegen. Den einen Tag geht man leicht wie eine Feder und den anderen Tag fallen einem die Schritte so schwer, dass man sich kaum vom Fleck bewegt. Wie kann das sein? Was ist es, das uns so belastet, uns zu Boden drückt und versucht uns daran zu hindern weiterzugehen?

Sorgen. Es sind Sorgen, die jeder mit sich trägt. Manche sind leicht, andere sind schwer. Wenn etwas Schwieriges vor einem liegt, dann kann es schwer auf den eigenen Schultern liegen. Was als schwer empfunden wird, hängt dabei vom Menschen selbst ab. Ich gehöre zu den Menschen, die sehr gut darin sind, sich Sorgen zu machen. Ich mache mir über alles Sorgen. Das kann ich gut. Ich bin ein wahrer Profi. Schon kleinste Dinge, bei denen andere nur Lachen, können schwer auf meinen Schultern liegen. Das macht es schwer darüber zu reden. Man neigt dazu, es zu verschweigen und tief in seinem Inneren zu verstecken.

Dort lauert es dann und wartet darauf hervorzubrechen und mit doppelter Wucht zuzuschlagen. Dass das nicht gut ist, ist wohl jedem klar, aber was soll man machen? Die anderen verstehen es doch nicht, also warum sollte man es ihnen sagen? Sie würden sich über einen lustig machen und sagen, dass man aus einer Mücke keinen Elefanten machen sollte. Sie würden es nicht ernst nehmen. Also warum darüber reden? Lieber weiter schweigen und voran gehen. Nein, es geht mir gut, mach dir keine Sorgen.

Stein um Stein türmt sich auf dem eigenen Rücken und man wird immer mehr zu Boden gedrückt. Schritte werden langsamer, atmen fällt schwerer. Neue Dinge passieren und neue Sorgen kommen auf. Man geht weiter, hält dem Druck stand, doch es werden einem auch Steine in den Weg gelegt. Wenn man anfängt zu stolpern, zu straucheln, wenn man fällt. Dann liegt man unter den Steinen begraben, unfähig alleine wieder aufzustehen. Dann ist es zu spät.

Wenn die Menschen in deinem Umfeld deine Sorgen nicht verstehen und sich darüber lustig machen, dann sind es wohl nicht die richtigen. Wenn sie dich nicht verstehen, dann kennen sie dich wohl nicht richtig. Wenn sie nicht erkennen, dass du dabei bist zu fallen, dann stimmt da vielleicht etwas nicht. Unterscheide die wahren Freunde, von den falschen. Sie werden dich nicht auslachen. Sie werden nicht auf dich herabschauen. Sie werden dir zuhören. Sie werden dich unterstützen und versuchen, dir ein paar der Steine von den Schultern zu nehmen oder aus dem Weg zu treten.

Es ist dein Weg, doch du must ihn nicht alleine gehen. Steine wird es immer geben und es wird auch immer Menschen geben, die den Steinen noch mehr Gewicht verleihen und dir mehr in den Weg legen. Doch es wird auch immer Menschen geben, die dir zur Seite stehen. Menschen, die erkennen, dass dich etwas niederdrückt und dir ihre Hand reichen.

Sorgen können schwer sein und es gibt Tage, an denen scheinen sie einen erdrücken zu wollen. Doch diese Tage gehen auch wieder vorbei. Und falls du mal nicht mehr weiter weißt, möchte ich dir noch Folgendes mit auf den Weg geben: Am Ende sind es alles doch nur Steine. Was wichtig ist, bist du!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Die Kursfahrt

Ha! Das habt ihr jetzt nicht gedacht, oder? Es kommt nicht das Thema „das dritte Semester“? Was ist da los? Das macht doch gar keinen Sinn! Tja, aus gegebenem Anlass habe ich mich entschieden zuerst das Thema Kursfahrt zu behandeln. Vielleicht denkt jetzt jemand: „ Die Kursfahrt ist doch aber erst im dritten Semester!“. Nun, das ist zwar in vielen Fällen richtig, aber es ist trotzdem für sich genommen ein eigenes Thema und losgelöst von anderen Dingen. Es gibt viel darüber zu erzählen. Vor allem für mich, da ich nicht bei meiner eigenen Schule mitgefahren bin. Ich berichte hier deshalb vielleicht auch über Dinge, die euch nicht so in den Sinn gekommen wären…

Wie war meine Kursfahrt also? Ich war in Wien und eins kann ich gleich am Anfang sagen: Wien ist eine verdammt schöne Stadt. An jeder Ecke sind Denkmäler, Gedenktafeln oder besondere Gebäude. Überall sieht man Touristen, die auch ziemlich auffällig sind und alles fotografieren. Ich war da leider keine Ausnahme. Zumindest häufig nicht. Es geht hier aber natürlich nicht hauptsächlich um Wien. Obwohl es darüber wohl auch sehr viel zu erzählen gäbe. Wir sind so viel herumgelaufen, dass mir meine Füße so weh taten, dass ich am Ende gehumpelt bin… das war echt krass…

Kommen wir zum interessanten Teil: Ich habe zu den Glücklichen gehört, die zu ihrem Zielort geflogen sind. Trotz Flugangst kann ich sagen, dass das sehr gut war, denn es hat uns viel Zeit gespart und den meisten Stress erspart. Es ging wirklich alles sehr schnell und wir hatten keine Probleme. Außerdem saß ich bei jedem Flug neben jemandem aus meinem Kurs, das hat mich sehr beruhigt.

Ich hatte am Anfang ein bisschen Angst vor der Kursfahrt. Immerhin hätte so viel passieren können und ich als Sorgen-Mach-Profi kannte alle Horror-Szenarien auswendig. Am Ende war es jedoch noch viel schöner, als ich es mir hätte vorstellen können. Ich kann nur an alle appellieren, die die gleichen Sorgen Probleme haben wie ich, dass ihr euch nicht so viele Gedanken machen solltet und das Ganze einfach genießen solltet, denn es ist eine ganz besondere Fahrt. Eine Kursfahrt hat man nur ein Mal im Leben.

Ohne zu übertreiben, denke ich, dass diese Fahrt uns zusammengeschweißt hat und ich denke, dass das nicht nur für meine Kursfahrt gilt. Man lernt sich besser kennen und macht viele Dinge zusammen, die einen eben auch zusammenbringen. Bei meiner Fahrt war das wohl vor allem der Poetry Slam Workshop, den wir besucht haben. Dort ist ja auch mein erster Poetry Slam „Leben“ entstanden. Das war wirklich unglaublich. Alle haben wunderschöne Texte geschrieben und haben ihre Seele in die Texte gelegt. Es war teilweise wirklich richtig emotional. Ich bin sehr glücklich, dass ich bei dieser Fahrt dabei war. Ich habe so viel erlebt und gesehen, dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass ich diese Zeit niemals vergessen werde. Die Erfahrungen haben mich geprägt und ich werde sie für immer in meinem Herzen bewahren und irgendwann einmal wieder nach Wien fahren und mich an all diese Dinge erinnern.

Das, was ich euch damit sagen will, ist, dass ihr es einfach auf euch zukommen lassen solltet und ihr jede Sekunde genießen solltet. Es ist eure letzte Fahrt bevor es wieder ernst wird und es ist eine Möglichkeit Freundschaften zu schließen oder zu festigen und die Schule mal für einen Moment zu vergessen. Es ist etwas, das ihr nicht verpassen solltet. Also freut euch drauf und sperrt den Pessimisten in euch für die Zeit einfach aus! Das habe ich auch getan und ich bereue keine Minute. Ich kannte kaum jemanden aus dem Kurs wirklich gut. Nach dieser Fahrt war das anders. Falls diesen Text mal jemand aus meinem alten Deutsch Leistungskurs lesen sollte, dann möchte ich noch Folgendes sagen: Vielen Dank! Vielen Dank, dass ihr mich akzeptiert habt, immer nett und freundlich zu mir wart und mir das Gefühl gegeben habt, ein Teil von euch zu sein. Ohne euch hätte ich vielleicht niemals damit angefangen Poetry Slams zu schreiben. Ohne euch wäre ich heute vielleicht nicht die, die ich jetzt bin. Vielen Dank!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Gewitter

Es ist momentan wirklich unglaublich warm und irgendwie kühlt es sich kaum ab. Über 30 Grad und es wird noch heißer… was für ein Spaß… da fließt wirklich jeder weg. Was bei solchen Temperaturen meist nicht weit entfernt ist, ist ein Gewitter. Nun gibt es natürlich gespaltene Meinungen zu dem Thema Gewitter. Diesem Donnern in der Ferne, das sich langsam nähert und auf einmal laut bei dir ist, so plötzlich, dass du dich tierisch erschreckst! Gut, vielleicht ist das nicht immer so, aber wenn man Nachts die Fenster auf lässt, weil es einfach zu warm ist, dann kann es schon mal vorkommen, dass man vom Gewitter aufwacht. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber bei mir sind die Fenster dann ganz schnell zu…

Gut ist auf jeden Fall, dass dadurch alles wieder etwas abkühlt. Endlich wieder eine kalte Brise und Wasser für den Boden und die Pflanzen. Ich habe von einigen Menschen gehört, dass sie Gewitter schön oder entspannend finden. Ich persönlich kann das leider nicht so sehen. Regen alleine hat was, da stimme ich zu. Das regelmäßige Prasseln auf den Dächern ist angenehm und in der Tat irgendwie entspannend. Aber ein Gewitter bringt ja nicht nur Regen. Es bringt auch Donner und Blitz. Und beides ist mir nicht ganz geheuer. War es noch nie und wird es wohl auch nie sein. Es schafft eine tolle Atmosphäre für Bücher oder Filme, das nutze ich selber gerne, aber in der Realität ist es irgendwie beängstigend.

Ich weiß nicht warum, aber mich beunruhigen Gewitter. Vor allem, wenn sie direkt über einem sind. Irgendwie habe ich immer Angst, dass ein Blitz in der Nähe einschlägt. Der Donner scheint so laut. So mächtig. Schon fast gewaltig. Ich fühle mich dagegen meist sehr klein. Doch der Morgen danach ist dann schon wieder alles andere wert. Die Luft scheint wie ausgewechselt und die Blumen heben ihre Köpfe. Wenn die Vögel dann zu singen beginnen, dann ist die Nacht vergessen und ein neuer Tag beginnt…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Tänzer

Gedicht: Tänzer, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich tanze,
Tanze durch Menschenmengen,
Die mich nicht sehen.
Köpfe gesenkt,
Blick auf den Boden,
Gehen sie schnellen Schrittes voran.
Ich drehe mich um sie herum,
Weiche aus mit schnellem Schritt
Und versuche niemandem auf die Füße zu treten.

Manchmal, da bin ich nicht schnell genug.
Manchmal, da wird man angerempelt.
Vielleicht hört man ein Räuspern, ein tzz,
Manchmal auch ein „pass mal auf!“
Dann rauschen sie vorbei,
Verschwinden in der Menge,
Verschmelzen mit dem Strom.

Ich darf nicht stehen bleiben,
Tanze weiter ohne Rast,
Bis ich an mein Ziel komme.
Müde blicke ich mich um.
Als wäre ich Luft, rauschen sie an mir vorbei,
Wie ein niemals endender Strom.
Blicke gesenkt, schneller Schritt.
Ich sehe dich nicht,
Also siehst du mich auch nicht.
Kein Lächeln,
Kein Gruß.
Dafür ist keine Zeit.

Doch was ist das?
Dort zwischen den Menschen tanzt jemand.
Sie dreht sich durch die Massen,
Darauf bedacht niemanden zu stören.
Niemanden zu berühren.
Unsere Blicke treffen sich.
Sie lächelt mir zu
Und ich lächle zurück.
Wir sind Tänzer.
Tänzer in einer hektischen,
Manchmal kalten Welt.
Doch wir tanzen nicht allein.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Für was soll ich mich bewerben?

Das ist wahrscheinlich die Frage, die sich alle stellen. Was möchte ich gerne sein? Welche Möglichkeiten habe ich? Unzählige, das steht schon mal fest. Der Bewerbungsprozess und die Entscheidungsfindung davor sind ziemlich schwer und langwierig. Wie soll man sich denn schon so früh entscheiden, was man später werden will? Man weiß doch kaum etwas. Man will doch gerade nur die Prüfungen bestehen und danach dann weitersehen. Die Entscheidung ist nicht leicht.

Ein freiwilliges soziales Jahr, verschiedene Praktika, ein Auslandsjahr oder Ähnliches können helfen. Man lernt dabei viel über sich selbst und das, was einem Spaß macht oder eben überhaupt nicht. Letzteres ist meist am Einfachsten zu sagen. War zumindest bei mir so und ich habe es auch von anderen schon häufig gehört. Das schließt dann ja auch schon ein paar Dinge aus. Doch wofür entscheidet man sich nun? Ausbildung, duales Studium oder Studium? Und welche Art?

Ich kann euch nur Folgendes raten: Probiert es aus! Ihr seid noch jung und könnt noch nicht wissen, ob ein Betriebswirtschaftsstudium euch liegt oder nicht. Euch gefällt etwas gut? Dann forscht weiter nach und informiert euch. Gefällt es euch dann immer noch, dann probiert es aus und bewerbt euch. Werdet ihr angenommen, dann macht eure Erfahrungen. Vielleicht ist es ein Volltreffer. Vielleicht nicht, aber ihr wisst danach dann ganz genau, was ihr machen wollt.

Habt keine Angst davor eine Entscheidung zu treffen. Wenn ihr schon am Anfang merkt, dass ihr das Falsche ausgewählt habt, dann startet einen neuen Versuch. Man kann aus seinen Erfahrungen nur lernen. Am Wichtigsten ist, dass man sich wohlfühlt und dass einem die Tätigkeit Spaß macht. Immerhin wird man sie eine Zeit lang ausführen. Oder, anderes Szenario, wenn man sich etwas nicht für immer vorstellen kann oder es für etwas anderes nutzen möchte. Warum nicht?

Ihr könnt noch nicht wissen, ob euch etwas liegt. Ihr könnte es vermuten. Ihr könnt interessiert sein. Aber ihr werdet es erst erfahren, wenn ihr es ausprobiert. Für was sollt ihr euch also bewerben? Sortiert die Dinge aus, die ihr auf gar keinen Fall machen möchtet und forscht bei denen genauer nach, die euch wirklich interessieren. Dann wird das schon. Der Entscheidungsprozess gehört mit dazu und er ist nicht so schlimm, wie man zuerst denkt.

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Poetry Slam Text: Ein magischer Tag

Poetry Slam Text: Ein magischer Tag, gelesen von Lisa Koscielniak

Ich habe heute aus dem Fenster geschaut. Was habe ich gesehen? Schließt die Augen und hört zu. Ich zeige euch, wie ich die Welt sehe und nehme euch mit…

Ich habe grüne Bäume gesehen, die sich gen Himmel strecken und nach dem Licht der Sonne suchen. Ihre Blätter in frischem Grün, auf ihnen noch der Rest vom Morgentau. Auf den Ästen saßen kleine Vögel, die leise ihre Lieder zwitscherten oder hoch in die Luft flogen und ihre Runden drehten. Vielleicht hatten einige von ihnen gerade erst gelernt zu fliegen. Wie schön muss das sein. Einfach die Flügel ausbreiten und abheben. Den Vögeln scheint es zumindest zu gefallen.

Die Strahlen der Sonne bedecken bereits alles in Reichweite meines Blicks. Leichter Nebel zieht schleierhaft über den Boden und versteckt seine Bewohner. Dort im Feld suchen sich bestimmt gerade ein paar Mäuse ihre Nahrung. Im Schutz des Nebels, der so geheimnisvoll alles unter sich bedeckt. Vielleicht flitzen ein paar Ameisen über die Erde und erklimmen wagemutig die Halme vom Getreide. Vielleicht ruhen sich auch noch ein paar Rehe zwischen den Halmen aus. Ob auch ein Rehkitz dabei ist? Wer weiß das schon?

Im Nachbargarten spielen Kinder. Sie sind wohl schon früh aufgewacht, um den Garten im Morgengrauen zu erkunden. Ob am Morgen, am Nachmittag, am Abend oder in der Nacht. Der Garten sieht doch immer anders aus. Kinderaugen können manchmal so viel mehr sehen. Welches Abenteuer sie wohl gerade erleben? Sind sie Schatzsucher und folgen einer geheimen Karte? Sind sie vielleicht Detektive und untersuchen, woher der morgentliche Tau kommt? Oder sind sie Architekten und bauen die größte und schönste Sandburg dieser Welt? Es wird auf jeden Fall eine spannende Reise sein.

In der Ferne kann ich die Motoren der Autos hören. Es sind vielleicht schon einige auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub. Ob sie wohl auch diesen wunderschönen Sonnenaufgang gesehen haben? Dieses goldene, helle Licht, dass alles zum Leben erweckt? Oder sind sie einfach losgefahren, ohne sich einen Moment dafür zu gönnen. Einen Moment, in dem die Zeit still zu stehen scheint. Ein Moment voller Ruhe.

Ich habe heute aus dem Fenster gesehen. Doch, was habe ich dabei gesehen? Autos heulen auf, Fahrräder werden aus Garagen geholt und es wird losgeeilt. Die Schritte verschnellert, die Taschen gegriffen und Schlüssel gesucht. Dabei ist der Sonnenaufgang doch so schön. Die Welt scheint so hektisch. So schnell. Aber warum?

Im seichten Wind fangen die Blätter an zu rascheln und Blumen gehen auf. In bunten Farben wiegen sie sich im Wind, während der letzte Tau von ihnen abperlt. In der Luft liegt etwas. Es riecht nach feuchter Erde und gemähtem Gras. Es riecht nach einem wundervollen Tag. Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Bei solcher Schönheit, kann ich es mir nicht leisten wegzuschauen. Das wird ein magischer Tag.

Jetzt öffnet eure Augen und seht aus dem Fenster. Was seht ihr?

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Das zweite Semester

Auf das erste Semester folgt…Trommelwirbel… natürlich das zweite Semester – hattet ihr jetzt nicht erwartet, oder? Man könnte jetzt Folgendes annehmen: „Boah, warum schreibt sie jetzt über das zweite Semester? Ist doch langweilig, ist doch das Gleiche wie das erste Semester!“ Ha! Das stimmt aber nicht ganz! Es gibt immer einige Unterschiede, ob sie jetzt groß sind, behalte ich für mich, denn wenn ich es euch sagen würde, würdet ihr vielleicht nicht weiterlesen… das hätte ich jetzt vielleicht nicht schreiben sollen…egal! Spannung erzeugt und los geht’s!

Was sind diese Unterschiede also? Der Profi-Prüfling geht nun deutlich vorsichtiger an die Klausurenphase heran. Er hat ja jetzt dazugelernt und versucht seine neu gewonnene Erfahrung sinnvoll einzusetzen. Vor allem, wenn man nur EINE Klausur schreibt. Schreck lass nach! Was? Nur eine Klausur? Das geht ja gar nicht! Leider kann ich sagen: DOCH, das geht! Natürlich wird dadurch unser altbekannter Prüfungsdruck noch mehr gestärkt, aber man gewöhnt sich ja langsam dran. Immerhin ist er allgegenwärtig. Wann erwähne ich ihn nicht? Es gibt aber auch einen großen Vorteil: Nur eine Klausurenphase heißt, dass man auch letztendlich mehr Zeit hat und insgesamt… zumindest gefühlt weniger lernen muss. Das ist doch schon mal was, oder?

Allgemein fühlt man sich im zweiten Semester sicherer und glaubt, dass man schon besser vorbereitet ist. Man beginnt sich an die neuen Dinge zu gewöhnen und nimmt das Leben eines Prüflings an. Und, ja, es stimmt: Es sind einige Sachen gleich zum ersten Semester. Man wird immer noch gerne darauf hingewiesen, dass ja bald die Prüfungen kommen und dass man lernen muss, usw… Auch der Ablauf ist dabei ungefähr gleich. Habt ihr was anderes erwartet?

In manchen Fächern warten trotzdem noch einige spannende Änderungen. Natürlich sind die immer individuell, aber eine Besonderheit gehört auf jeden Fall in diese Kategorie und die bezieht sich jetzt auch mal nur auf das Abitur: Die Seminarfach Facharbeit. Die soll auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereiten. Sie fordert nicht nur Schweiß und Zeit, sondern auch einige Tränen der Verzweiflung. Je nach Lehrendem in diesem Fach kann diese Arbeit ganz nett sein oder eben so stressig, dass an Spaßiges nicht zu denken ist (da kommt es natürlich auch auf die Art eines Prüflings an und so weiter. Ihr wisst schon…). Wenn dann auch noch die Präsentation dieser Arbeit in das gleiche Semester fällt, kann das schon mal spannend werden. Ich hatte übrigens sehr viel Glück mit meinem Seminarfach. Es hat wirklich Spaß gemacht und meine Lehrerin war ziemlich cool drauf. Glück gehabt!

Am Ende kann ich also sagen, dass es immer noch sehr spannend werden kann und der Prüfling noch mehr dazulernen kann, denn das hört ja, wie wir wissen, nie auf. Ihr könnt euch also auf das zweite Semester freuen. Es wird unter Garantie anders, als ihr denkt!

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

Das Genre Horror

Ich hätte mich wahrscheinlich vor meiner eigenen Geschichte gegruselt.

Lisa Koscielniak

Es gibt ja die verschiedensten Genres, die alle ihre Pro und Contras haben. Für mich sticht das Genre Horror jedoch ein bisschen hervor. Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass ich eine Abstimmung gemacht hatte, bei der über das Genre meiner letzten Kurzgeschichte entschieden werden konnte. Bei dieser Kurzgeschichte ist übrigens am 29.07.2020 das letzte Kapitel erschienen. Wer also noch nicht reingelesen hat, jetzt könnt ihr sogar alles hintereinanderweg lesen. Lasst euch das nicht entgehen! Oder soll ich die Geschichte noch einlesen? Was meint ihr?

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema: Bei der Abstimmung gab es auch das Genre Horror. Wer mich kennt, der weiß, dass das recht untypisch für mich ist. Horror ist an sich nicht so meins, da ich mich selbst sehr schnell fürchte und Horrorfilme und Ähnliches eher meide. Das heißt aber auch, dass ich mir sehr viele unheimliche Dinge vorstellen kann und sehr viele Ideen in Richtung Horror habe. Ich finde das Genre aus irgendeinem Grund sehr faszinierend. Deshalb habe ich es wohl trotzdem zur Wahl gestellt.

Viele mögen Horrorgeschichten ja auch und gruseln sich gerne. Ich bin trotzdem irgendwie erleichtert, dass dieses Gerne nicht die meisten Stimmen hatte. Ich hätte mich wahrscheinlich vor meiner eigenen Geschichte gegruselt. Ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass die Geschichte gut ist, aber… naja… muss ja nicht sein…

Dennoch ist und bleibt das Genre auf meiner „da will ich noch drüber schreiben“ Liste. Irgendwann ist es soweit. Natürlich kommt es dabei auch darauf an, was ihr gerne lesen möchtet und wie zukünftige Abstimmungen ausfallen werden. Momentan kriege ich recht viel Input zu diesem Genre, da ich die Einzige in der Familie bin, die Horror nicht so cool findet. Heißt, dass in letzter Zeit recht viel Horror auf dem Plan steht. Vielleicht denke ich deshalb so häufig über das Genre nach und habe einige Ideen dazu. Na, mal sehen, was daraus noch wird. Ihr werdet es erfahren…

© Lisa Koscielniak and Lisas Gedankenbutze

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